Donnerstag, 31. Januar 2013

Viren-Warnung!

Habe ich mich im Vor-Post noch über die gefährlichen Brombeeren lustig gemacht, habe ich nun eine ernstgemeintere Warnung für Euch!
Ich hatte heute morgen in meinem E-Mail-Postfach eine Nachricht über eine eingegangene MMS. Absender war angeblich T-Mobile - und wahrscheinlich bin ich nur deshalb stutzig geworden, weil ich dort halt kein Kunde bin.
Der Nachricht angehängt war eine zip-Datei - auch das schon ungewöhnlich für eine MMS, die man per E-Mail zugestellt bekommt. Ich habe also mal ein bisserl gegoogelt und schnell festgestellt, dass da wieder ein Schädling unterwegs ist.

Sehr gut gemacht, wie ich zugeben muss - ich war kurz davor, den Dateianhang zu öffnen. Bildchen guck ich ja immer gerne...
Hier ein Screenshot von der erhaltenen Mail - solltet Ihr auch so eine erhalten, macht alles damit AUSSER den Dateianhang zu öffnen!!!


Hier (klick) habe ich noch nähere Infos dazu gefunden.

Montag, 28. Januar 2013

Brombeeren - die gefährlichen Biester

Schon von der arglistigen Himbeere gehört? Oder von der trunkenen Blaubeere? Der durchtriebenen Johannisbeere?
Und der heimtückischen Stachelbeere?
Nicht? Dito!
Umso mehr frag ich mich, was dieser Spam-Müll in meinem Postfach mit dem Betreff "Sicherheit im Beerenanbau" mir sagen will?!


Sonntag, 27. Januar 2013

Hinsetzen, Teil 2

Mit Hilfe des Weihnachtsmannes habe ich mir endlich einen langgehegten Wunsch erfüllen können und so zog am Freitag ein uriger und saugemütlicher Ohrensessel hier ein.
Der von Ikea neu aufgelegte Klassiker aus den 50er Jahren hatte es mir gleich angetan, als er im Sommer auf dem Titelbild des neuen Kataloges prangte. Schöne altmodische Form, nicht so ein klobiger, ausladender Klotz - wunnebar!


Den halben Samstag habe ich in diesem Sessel verbracht - lesend, Tee trinkend und irgendwann auch ein wenig geschlummert. Schöööön!!
 


Fast zeitgleich mit Einzug des Sessels wurde ich auch (endlich!!) mit der Stickerei-Idee von Frau Hamburger Liebe fertig. Die ersten Worte waren schon seit Monaten gestickt als mich die Lust verließ und erst Anfang der vergangenen Woche habe ich die Arbeit wieder hervorgekramt und jeden Abend ein bisserl fertiger gestickt.

Eigentlich sollte ein Kissen daraus werden, aber davon gibt es hier momentan reichlich. Was lag da also näher, als einen "Kopflehnenschoner" für den neuen Sessel zu nähen?! Okay, klingt herrlich spießig, aber ich habe schon so manchen Lesesessel gesehen, dem man im Kopfbereich unschön ansah, dass sein Be-Sitzer da oft und gerne drauf sitzt. Muss nicht sein.
Zudem gibt der "Lappen", der einfach über die Kopflehne gelegt wird, dem grauen Stuhl ein bisserl Farbe - und die darf gerne sein!


Samstag, 26. Januar 2013

Hinsetzen, Klappe halten, Keks essen!

Heute langer Schnee- und Sonnenspaziergang durch den Königsforst, danach Kaffee und Zupfkuchen bei Muttern, vorm Wetterwechsel wieder heimgerauscht und dann ab mit der schönen Buch-Leihgabe von Stilchen auf die neueste Errungenschaft. Zwischendurch mal selig eingeschlummelt, aber egal. So schön ruhig hier! ;)

Die Errungenschaft zeige ich Euch demnächst? morgen?? bei Tageslicht. Erst mal soviel:


Nach einer Idee von hier (klick).

Dienstag, 22. Januar 2013

Buchtipp: "Über Meereshöhe"


Wie geht eine Ehefrau damit um, dass ihr Mann zwei Mal wegen brutalen Mordes angeklagt wird? Wie lebt sie weiter, nun allein verantwortlich für die gemeinsamen Kinder und geächtet von den Menschen um sie herum?
Wie ergeht es einem Vater, wenn sein geliebter Sohn sich terroristischen Organisationen anschließt und „im Namen der Revolution“ tötet? Kann er die Liebe zu seinem einzigen Kind einfach abstellen, weil er dessen Handeln aus tiefem Herzen verabscheut?
Wie lebt es sich in der sozialen Isolation, ausgestoßen von Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunden, wenn man selber absolut frei von Schuld ist?


Als Luisa und Paolo sich während eines Besuchstages im Hochsicherheitstrakt einer Gefängnisinsel kennen lernen, ist es diese traurige Gemeinsamkeit, die die beiden zueinander bringt.

Luisa fehlt ihr Mann in ihrem täglichen Leben als Mutter von fünf Kindern und Bäuerin. Die 37 Tiere muss sie nun alleine versorgen und das Traktorfahren fällt ihr auch nach zehn Jahren, in denen ihr Mann bereits inhaftiert ist, noch schwer. Dennoch vermisst sie ihn nicht. Ihren Mann, der sich bereits kurz nach der Hochzeit als brutaler Schläger entpuppte und ihr seine körperliche Überlegenheit mehrfach bewiesen hat. Der sie trotzdem überrascht hat mit der cholerischen Gewalttätigkeit, mit der er zwei Menschen umgebracht hat.
Luisa muss sich nun um alles allein kümmern, was aber auch einen großen Vorteil mit sich bringt: fortan muss sie keine Angst mehr haben vor diesem Mann.
Als Luisa ihren Mann nach seiner Verlegung auf die Gefängnisinsel zum ersten Mal besucht, sind ihre Gefühle zweigeteilt. Da ist die Entfremdung zwischen den beiden, das schlechte Gewissen, weil sie ihn als seine Frau nicht vermisst, aber auch das pure Gefühl der Glückseligkeit, als sie auf dieser Reise zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer sieht.

Paolo ist ein frühzeitig pensionierter Lehrer für Geschichte und Philosophie. Neben all der Unbegreiflichkeit, die die terroristischen Taten seines Sohnes für ihn mit sich bringen, fragt er sich vor allem, ob er nicht eine Mitschuld daran trägt, dass es soweit überhaupt kommen konnte. War es seine Erziehung, bei der er sich sehr von sozialen Werten hat leiten lassen, die seinen Sohn auf seinen kriminellen Weg gebracht hat?

Als sie wegen eines Mistrals keine Fähre mehr zurückbringen kann an das Festland, müssen Luisa und Paolo über Nacht auf der Insel bleiben. Gemeinsam mit dem Gefängniswärter Nitti verbringen sie die Stunden im Gästehaus der Insel. Nitti, seit Jahren als Strafvollzugsbeamter mit Schwerkriminellen tätig, hat sich durch diese Arbeit von einem fröhlichen, liebevollen Menschen in einen harten und verbitterten, unzufriedenen Mann verwandelt. Täglich hat er mit Gewalt zu tun und es kommt vor, dass er und seine Kollegen Gleiches mit Gleichem vergelten. Ein klitzekleines Gefühl der Macht, der Oberhand, holt er, der von den Gefangenen verachtete "Schließer" sich zurück, indem er sich mit dumpfen Schlägen gegen die Inhaftierten wehrt.
Seine Frau ahnt davon, traut sich aber wegen NIttis Verschlossenheit nicht, mit ihm darüber zu reden.
In der Nacht vertrauen Luisa und Paolo sich ihre Ängste an. Sie müssen sich gegenseitig ihre Schmerzen und Gefühle nicht erklären, jeder kennt die innere Zerrissenheit und Traurigkeit des anderen aus eigener Erfahrung.
Als sie am nächsten Morgen die Insel endlich verlassen können, verabschiedet Luisa sich von Nitti mit den Worten: "Sagen Sie Ihrer Frau, dass sie keine Angst vor Ihnen haben muss." Allen dreien gibt diese Begegnung Aufwind; sie erkennen, dass sie Geschehenes nicht ändern oder gar rückgängig machen können. Aber dass es sich lohnt, das Leben weiter zu leben. Für einen Moment, der sich nachhaltig in den Protagonisten festhält, fühlen sich sich wieder verstanden, geborgen und  bereit für die Zukunft.

Der Roman von Francesca Melandri ist sehr emotional und dramatisch, ohne einen wirklich "actionreichen" Höhepunkt. Die Autorin erzählt mit leichter, einfacher Sprache von schweren Schicksalsschlägen, schafft es aber gleichzeitig, Hoffnung und freudige Momente aufrecht zu halten, ohne dabei kitschig zu werden. Mit ihren Beschreibungen schafft sie effektvolle, aber nie effektheischende Eindrücke, die das Buch zu einem anhaltendem Lesegenuss machen.

Francesca Melandri
"Über Meereshöhe"
Karl Blessing Verlag,  ISBN-10: 3896674854

Vielen Dank an den Blessing Verlag und Blogg Dein Buch für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares!



Sonntag, 20. Januar 2013

Röhrender Rosenkohl

Es ist schon ein Weilchen her, da hat Gabi mir im größten Vorweihnachtstrubel zwei grandiose Stoffdrucke geschickt.
Ich habe mich auf ihrem Blog gleich in die Tierchen verliebt und mich riesig darüber gefreut, als Post von Gabi kam - leider lag ihrem Päckchen aber keine Schachtel mit "Lust" bei....
Eben jene habe ich im vergangenen Jahr wirklich vermisst an der Nähmaschine - seit Monaten schon kann ich mich kaum aufraffen, das Brüderchen in Schwung zu bringen. Ja, ich überlege tatsächlich immer mal wieder, mich von einigem Nähequipment zu trennen, weil es hier nur noch Platz weg nimmt und kaum mehr gebraucht wird. Noch kann ich mich dazu aber nicht wirklich aufraffen...

Heute habe ich die Maschine aber endlich mal entstaubt und aus Gabis Drucken zwei Kissen genäht. Ursprünglich hatte ich geplant, Hirsch und "Oachkatzerl" in Leinen zu verarbeiten, aber das erschien mir dann irgendwie doch zu blass. Nun sind es graue Kissen geworden und wem der Stoff bekannt vorkommt - ja, es gibt den passenden Rock dazu! ;)
Ab sofort röhrt es also hier nicht an der Wand, sondern auf dem Sofa!


Weil ich gerade so schön im Fluss war, habe ich auch endlich, endlich mal den Hirsch verarbeitet, den ich selber vor eeewigen Zeiten mittels Freezer-Papier auf Stoff gepinselt hatte. Das Kissen aber nicht in grau, sondern eher passend zum Hund!


Ich glaube, Frau Schmitt gefällt´s!
Mir auf jeden Fall und ich sende nochmal einen ganz herzlichen Dankeschön-Gruß an Gabi! Meine Revanche ist so gut wie unterwegs!!!

Dann war ja hier heute noch großer Küchen-Tag.
Da ich kochen fast so ätzend finde wie Fenster putzen und bügeln, tu ich mir den Blödsinn nur 1x pro Woche - und das meist sonntags - an und koche für die nächsten (Büro-)Tage vor.
Zum Glück habe ich gestern bei meiner Freundin Uli in einer amerikanischen Kochzeitschrift geblättert und dabei eine leckere Anregung gefunden, die ich Euch nicht vorenthalten möchte. So lecker ist das nämlich!

Tataataaataaaaaaa - ich präsentiere:

Roasted Brussels Sprouts

 Dazu ein Netz Rosenkohl putzen und die Röschen halbieren. Die Hälften mit 3 EL Olivenöl und 1 EL Wasser sowie Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss in eine Schüssel geben und gut durchrühren, so dass alle Gemüseteile mit der Mischung benetzt sind.
Mit der Schnittfläche nach unten auf ein Backblech legen (Bild 1) und das Blech mit Alufolie abdecken, dabei gut verschließen, so dass keine Feuchtigkeit entweichen kann (Bild 2).


Bei 200°C für etwa 15-20 Minuten in den Backofen, danach die Alufolie abnehmen und offen nochmal für 5-10 Minuten im Ofen lassen (Bild 3).
Schmeckt halt nach Rosenkohl, aber irgendwie mal anders, leckerer, intensiver und "krosser", als der auf die übliche Art gekochte.
Hier gab´s Frikadellen dazu - yummie!

So, und nun entlasse ich Euch in den Dschungel!
Habt noch einen netten Abend und einen schönen Start in die neue Woche!!


Donnerstag, 17. Januar 2013

Baaliin

"Ich mag den Berliner Humor wie den der Frau von der Tanke, die, als ich meinen 900-Seiten-Schmöker ablege, um die Kippen zu bezahlen, auf das zwischen Seite 4 und 5 herauslugende Lesezeichen guckt und meint: "Na, da hamse ja bald fertich."

(geklautes Zitat, aber Hammer, oder... äh.... Hamma, wa??!)

Dienstag, 15. Januar 2013

Übers Dschungel-Camp ablästern...

... und jedem Zuschauer unterstellen, wie selten dämlich er doch ist, sich solch eine (O-Ton) "Volksverdummung" reinzuziehen -
und dann selber so´nen Rotz wie Shades of Grey lesen.

Ich lach mich wech!


Mittwoch, 9. Januar 2013

Lauschangriff

Völlig sinnbefreiter Dialog heute morgen auf der Hundewiese.

Frau 1: Ist das ein Männchen oder ein Rüde?
Frau 2: Ein Mops!

 


 

Dienstag, 8. Januar 2013

Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf

Eines der schönsten Bücher, die ich im vergangenen Jahr gelesen habe, war das erste und einzige Werk der Autorin Mary Ann Shaffer.


Man schreibt das Jahr 1946. Juliet, eine erfolgreiche Londoner Schriftstellerin, ist auf der Suche nach einem Thema für ihren nächsten Roman. In zahlreichen Briefen an ihren Verleger und an ihre beste Freundin lernt der Leser Juliet als eine sehr humorvolle, warmherzige und energiegeladene junge Frau kennen. Mit ihrer ansteckenden Lebensfreude und ihrer durchweg positiven Einstellung gewinnt man sie schnell gern.
Eines Tages erhält Juliet einen Brief von Dawsey Adams, Bauer auf Guernsey, der in einem Antiquariat ein Buch erstanden hat, das zuvor Juliet gehörte. Es entspinnt sich ein regelmäßiger Briefwechsel, in dessen Verlauf Dawsey sich als Mitbegründer des "Clubs der Guernseyer Freunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf" vorstellt. Ein Literaturkreis, der während des Krieges aus einer Not heraus und nicht ganz freiwillig gegründet wurde.
Dawsey erzählt so anschaulich von Guernsey, seinen Bewohnern und ihrer leidvollen Zeit auf der Kanalinsel während der deutschen Besatzung, dass Juliet interessanten Stoff für ein neues Buch wittert.

Es entsteht ein sehr spannender und offener Briefwechsel zwischen Juliet und verschiedenen Mitgliedern des Clubs, die ihr für ihre Recherche äußerst anschaulich von ihrem Leben und aus Kriegszeiten berichten. Die gegenseitige Sympathie ist so groß, dass Juliet bald eine Einladung auf die Insel erhält...

Ich habe lange nicht mehr ein so anrührendes Buch gelesen, von dem ich mir wünschte, es möge gar nicht mehr aufhören. So viele viele liebenswerte Charaktere tauchen in diesem Roman auf und man verliebt sich in jeden einzelnen von ihnen. Das Buch ist lustig, es ist romantisch, es ist verschroben und exzentrisch, an einigen Stellen auch tieftraurig und sehr ernst. 
Es kommt mit einer heiteren Warmherzigkeit daher - aber manchmal eben auch mit der eiskalten Hand des Krieges. Dennoch ist es kein "(Nach-) Kriegsbuch"!

Deine Juliet ist eines dieser Bücher, die ich nicht mehr hergeben mag. Das wandert ins Regal zu den "die will ich nochmal lesen"-Büchern - und ich freue mich heute schon drauf, nochmal in die Geschichte einzutauchen!

Leider wird dieser Roman der einzige der Autorin bleiben, sie starb noch vor der Veröffentlichung und hat den Erfolg ihres Erstlings gar nicht erleben dürfen.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Tag 2 im Jahr der Glückszahl

... denn ganz ehrlich: wer die 13 für eine Unglückszahl hält, ist doch selbst schuld, oder?!!
Ich wünsche Euch allen ein gesundes, schönes neues Jahr, das viele spannende und positive Tage mit sich bringt!

Seit knapp zwei Tagen sind Frau Schmitt und ich wieder daheim. Der Vierfüßler holte mich am Flughafen zusammen mit dem Hundesitter ab und die Freude war auf beiden Seiten groß. Kaum war "Muddi" wieder im Land, war der eigentlich auch sehr geliebte Hundesitter dem Tier total egal (Stichlässer, aber sowas von!) und Frau Schmitt hatte stets ein Auge darauf, dass ich mich nicht zu weit entferne und sie möglicherweise wieder alleine lasse. Wenn sie doch auch mal so schön auf mich fixiert wäre, wenn sie im Feld einer Maus hinterher buddelt..!

Schnell nach  Hause, Gepäck in die Ecke geschmissen, kurz geduscht und schon ging´s weiter zu den Silvesterfeierlichkeiten bei Freunden. Dort haben wir einen leckeren und kurzweiligen Abend verbracht und mit viel Spaß in das neue Jahr hinein gefeiert. Wobei ich zugeben muss, dass die Zweibeiner weitaus mehr Spaß hatten - Hund verzog sich mehr oder weniger umgehend ins (vermeintlich sichere, böllerfreie) Bad und hatte vor lauter Böller-Angst und Hechelei nicht mal mehr die Courage, sich gegen die beiden Katzen der Gastgeber zu behaupten. Die bewachten Frau Schmitt ganz ordentlich - eine lag mehr oder weniger genau neben ihr und ließ das Hundetier nicht aus den Augen, während Katze 2 Stellung vor der Badezimmertür bezog, um den "Feind" einzukesseln. Dem war das nur ziemlich egal - die Panik war größer als die Jagdlust!

Nun aber noch ein paar letzte Bilder aus Portugal.

Am Samstag habe ich mich in Susis Auto gesetzt und bin ein bisserl durch die Gegend gefahren, wo ich in manchem kleinen Dörfchen Halt gemacht habe, um mich ein wenig umzusehen.

Ich bin durch eine sehr schöne Landschaft gefahren und spaziert und habe mich wieder mal geärgert, dass ich der Sprache nicht mächtig bin. So kann ich mir (dank des Google-Übersetzers) z.B. nur zusammenreimen, dass das obige Tor früher wohl mal der Eingang zu einem Sportstadion war.

Auch in die eigentliche Stadt, zu dem auch das Örtchen, in dem Susi mit ihrer Familie lebt, gehört, bin ich nochmal gefahren, um mich mal ein bisserl intensiver umzuschauen (sorry, dass ich hier so ein bisschen kryptisch schreibe und den Ort nicht nenne, aber da Susi in ihrem Blog Wert darauf legt, sich ein bisserl Anonymität zu bewahren, werde ich ´nen Teufel tun, hier jetzt alles auszuposaunen!).

In der Stadt gibt es einen sehr schönen Park, in dem aus alten Zeiten noch ein faszinierendes, altes Gebäude steht. Dank Wiki weiß ich inzwischen, dass sich hier wohl früher ein Thermalbad befand - heute hat es mich sehr an Hogwarts erinnert. Der Verfall ist überall sichtbar; durch zerbrochene Fensterscheiben fliegen die Tauben ein und aus und herauswehende Vorhänge verstärken den Eindruck, dass es irgendwann sehr plötzlich verlassen wurde. Leider finde ich keine weiteren Erklärungen im Netz, also muss ich meine Phantasie spielen lassen.

Wer in Susis Blog liest bzw. mal in südlichen Ländern Urlaub gemacht hat, weiß, dass die Südländer mit Tieren nicht unbedingt respektvoll umgehen. Bei Susi hat mich Fienchens Narbe auf dem Kopf jeden Tag daran erinnert, wie wertlos so ein Tier für einen Menschen sein kann - umso mehr ist mir das Herz aufgegangen bei der Beobachtung dieser beiden Männer, die zunächst ihren Hund durch den Park spazieren führten und ihm dann bei einem gemütlichen Plausch auf der Parkbank seine Streicheleinheiten zukommen ließen. Das hat mich irgendwie sehr berührt und so musste mein Paparazzi-Objektiv mal wieder herhalten!

Am nächsten Morgen bin ich nach dem Frühstück zum  Sonntags-Markt gefahren. Susi hatte mir den unbedingt empfohlen - und ja: der war wirklich sehenswert! Eine riesige Fläche auf der es an zig Marktständen ALLES gab. Neben sämtlichen Lebensmitteln gab es Bekleidung aller Art, Taschen, Schuhe, Möbel, Kaminöfen, Küchenmesser, Kosmetik und, und, und... Die Auswahl war riesig und auch faszinierend, mal wirklich schön, mal zum breit grinsen (wie z.B. diese wunderhübschen pinken Stiefelchen da unten oder diese "tollen" Leggins). Es war voll, es roch an jeder Ecke anders (und nicht immer lecker) und es war wahnsinnig laut, weil die Marktbestücker sich die Seele aus dem Leib schrieen, um ihre Waren anzupreisen.


Sehr viel weniger nett fand ich den Verkauf von Tieren aller Art. Da saßen nicht nur Papageien und andere Vögel in den Käfigen, sondern u.a. auch Hundewelpen, die teilweise ganz offensichtlich noch viel zu jung waren, um sie von ihrer Mutter zu trennen. So viele Menschen grabbelten an den Käfigen rum, jeder wollte mal so einen "kleinen niedlichen Hund" streicheln, und ich mag mir gar nicht ausmalen, was das für ein Stress für die Tiere ist. Zumal ich gar nicht darüber nachdenken mag, was aus den gekauften Welpen wird, wenn sie mal nicht mehr so klein und niedlich sind...

Da war es eine Wohltat, wieder heimzukehren zu dem glücklichen Rudel von Susi.
Obwohl... einen kleinen Schreck hat mir ein Mitglied der Bande zum guten Schluss dann doch noch beschert. Als ich vom Markt zurückkomme, steht Teddy freudestrahlend auf der Zufahrt zu den Häusern. AUSSERHALB des gut eingezäunten Grundstücks...
Irgendwie war er ausgebüchst und natürlich wollte ich wissen, wie und wo.
Also den Hund angeleint und systematisch am kompletten Zaun entlang geführt. Irgendwo musste das Loch ja sein, irgendwo musste sein Hirn ihm - und somit auch mir - ja anzeigen, wo der Fluchtpunkt ist. Aber... nichts gefunden.
Insgesamt ist er an diesem Nachmittag vier Mal (!) geflüchtet (ja, ich habe ihn zwischendurch sehr konsequent im Zwinger eingesperrt bzw. im Garten angeleint, aber immer kam mir mein weiches Herz in den Weg und ich habe ihn wieder frei gelassen... *flöt*) und drei Mal habe ich den fröhlich grinsenden Hund gleich in der Nähe vom Haus wieder eingesammelt. Nachdem ich so ungefähr erahnen konnte, an welcher Stelle Teddy jedes Mal ausbüchste, habe ich ihn zum guten Schluss ganz bewusst mal machen lassen - so konnte er mir ja dann doch mal zeigen, wie und wo er das Grundstück immer verließ. Dumm nur, dass von ihm nichts mehr zu sehen war, als ich ihn dann von draußen wieder reinholen wollte...


Ich habe gerufen und geschaut, bin die Zufahrt und die eigentliche Straße hoch und runter gelaufen und bekam tatsächlich so langsam Muffensausen... Nur nicht darüber nachdenken, dass er unter ein Auto kommen könnte. Die Schüsse der Sonntags-Jäger, die sich im sehr nahen Wald "vergnügten", bloß ignorieren. Was sollte ich Susi und ihrer Familie, die eine Stunde später heimkehren sollten, erzählen wenn der Hund nicht da wäre??
Gerade als ich den  Autoschlüssel aus dem Haus geholt hatte, um die nähere Umgebung abzusuchen, kam Teddy mit abenteuerlustigen Augen von der Straße (!) hochgelaufen. Mannomann, was habe ich aufgeatmet!! Danach gab´s nur noch Leinenzwang - weiches Herz hin oder her!

Nachdem Susi und ihr Mann dann gleich nach ihrer Heimkehr noch den Zaun notdürftig repariert hatten, haben wir den Tag bei einem sehr leckeren Abendessen ausklingen lassen - und am nächsten Tag ging es dann für mich schon wieder heim.

Es waren viel zu kurze, aber sehr schöne Tage in Portugal und ich danke Susi und ihrem zwei-  und vierbeinigen Rudel nochmal sehr für ihre Gastfreundschaft und diesen kleinen Urlaub! Es war toll bei Euch!