Sonntag, 7. Juli 2013

Afiyet olsun!

Bei sehr sommerlichen Temperaturen habe ich gestern mit zwei netten Mitstreiterinnen einen Ausflug in die türkische Küche gemacht. Essen kann ich ja (leider) immer, kochen gehört dagegen gar nicht so sehr zu meinen Leidenschaften. Dennoch fand ich das Kursangebot der in Köln lebenden Türkin Fatma sehr interessant: ein Kochkurs in ihrer privaten Küche. Da bin ich doch dabei!

Also meine Freundin Andrea "unter´n Arm gepackt" und auf nach Köln-Porz! Dort lernten wir in Fatmas kleiner, aber sehr gemütlicher Küche nicht nur unsere Kochlehrerin, sondern auch die weitere Teilnehmerin Isabel kennen. Alle vier hatten wir einen tollen, sehr kurzweiligen und leckeren Nachmittag, an dem viel gelernt, gequasselt und gelacht wurde.

Fatma hat uns sehr herzlich empfangen und zunächst konnten wir uns bei Kaffee und türkischem Tee alle ein wenig beschuppern. Dann ging es ganz entspannt an die Zubereitung mehrerer kleiner Gerichte - allesamt nette Buffet-Kleinigkeiten und Partymitbringsel.


Es wurde geschnibbelt, geraspelt...


... geknetet und gerollt...

... und nach etlichen Tassen Tee, dem Verrat kleiner Tips & Tricks für die Zubereitung, vielen netten Anekdoten aus dem Alltag aller Teilnehmer und immer größerem Appetit auf die hergestellten Köstlichkeiten, hatten wir uns eine schöne Auswahl divereser Leckereien zusammengebrutzelt.
War das lecker!


Es gab Kisir (türkischen Bulgur-Salat), einen ganz außergewöhnlichen Kartoffelsalat (der mit dem deutschen in nichts zu vergleichen ist!), einen geradezu grandiosen Möhrensalat, Linsenfrikadellen und "Zigaretten-Börek" (die ihren Namen von der Form, nicht vom Geschmack haben!).
Zum Nachtisch servierten wir einen ... oh Gott, wenn ich jetzt "Pudding" sage, wird Fatma mich in der Luft zerreissen und sehr bestimmt sagen "Das ist kein Pudding! Ich mag gar keinen Pudding!!"... aber zur Erklärung für Euch sage ich es doch: einen Pudding. Schokoladig. Mit Kuchenboden. Köstlich!

Und weil ich Euch ja nicht nur neugierig machen will, gibt´s jetzt und hier auch das tolle Möhrensalat-Rezept (wobei die Mengengaben sehr "ungefähr-lastig" sind!!  Als Beilage reicht es für 4-6 Personen, kommt halt auf den Hunger an!)

Türkischer Möhrensalat

Ca. 5 große Möhren grob raspeln und in Olivenöl bissfest anbraten. Ein bisschen abkühlen lassen. Währenddessen einen Becher türkischen Joghurt (10% Fett) mit zwei gepressten Knoblauchzehen verrühren und mit Salz abschmecken. Über die geraspelten und gebratenen Möhren geben und gut verrühren. Zum Schluss noch eine Hand voll glatte Petersilie unterheben und... genießen!! Läkka!

Mir hat dieser Kurs großen Spaß gemacht und ich werde sicher mal wieder einen machen und mich in die weiteren Geheimnisse der türkischen Küche einweihen lassen. Vielen Dank, liebe Fatma, für Deine herzliche Gastfreundschaft und diesen schönen Nachmittag!

Wer sich selber mal in Fatmas Küche wiederfinden und schlemmen will, schaut auf ihrer Facebook-Seite nach den Terminen, die immer wieder aktualisiert werden.

Kommentare:

  1. Ist türkischer Joghurt was Besonderes oder kann ich da auch einen normalen Joghurt nehmen?
    Ich möchte den Möhrensalat nämlich auch mal machen, der hört sich sehr lecker an.

    Grüßle vom super sonnigen, aber windigen Bodensee senden dir
    Sandra und Bruno der Wuff

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    1. Hallo Sandra,

      der türkische Joghurt ist halt gehaltvoller als unserer - 10% Fett. Und das ist ja, wie wir alle wissen, Geschmacksträger Nr. 1. Wenn Du den "deutschen" Joghurt nehmen möchtest, sollte der mind. 3,5% haben. Den türkischen (und / oder griechischen) bekommst Du aber inzwischen auch beim Discounter.

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  2. Hört sich irre gut an!!Mit sovielen Leckerlichkeiten!Diese Börrekdinger gabs damals bei meinem "StammDönerDealer". Die hat die Frau immer gemacht und die gabs nur an bestimmten Tagen in der Woche und waren entweder mit Spinat oder mit Schafskäse gefüllt und immer unglaublich lecker...*soifz*
    Und Bulgursalat!!! Der Kartoffelsalat hört sich ja geheimnisvoll an.
    Was für´ne interessante Sache, einfach so fremde Leute zu sich in die Küche zu lassen.

    Hungrige Grüße, Bianca

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  3. oh je Essen könnte ich auch immer :-) Das sieht richtig gut aus was Ihr da gezaubert habt.

    lgr, ute.

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  4. Hmmm ... ich liebe Türkisches Essen, glücklicherweise habe ich türkische Nachbarn und durfte schon das ein oder andere Rezept lernen. Meine Kinder sagen allerdings, bei den Nachbarn schmeckt es besser !
    Liebe Grüße
    Alex
    ähm ... kommen die anderen Rezepte auch noch ?
    :-)

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  5. Oh ja, diese Börekteile sind oberlecker. Wir füllen das immer mit Schafskäse (60% i.Tr.) und frittieren das in Olivenöl. (100% Fett)
    Da nützt auch abtropfen auch Küchenkrepp nix mehr.
    Aber das ist so lecker!

    Ich glaube, die orientalische Küche ist die weltweit kalorienereichste, aber weißt du wie egal mir das ist?
    :)

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  6. Hallo Sandra,
    bin heute zum ersten Mal über deinen Blogg "gestolpert" und schon beim ersten Satz "Wenn man aufs Meer schaut, sieht man auch nur Wasser!" Genial! Da mußte ich natürlich weiterscrollen und bin hängen geblieben. Mir gefällt deine Art zuschreiben...super! NATÜRLICH gleich eingetragen...
    Liebe Grüße Caty

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  7. Moah sieht das lecker aus! Tolle Idee in der eigenen Küche. Bulgur hab ich noch nie gegessen. Den Möhrensalat probier ich mal aus.

    Gruss an Frau Schmitt bitte.

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  8. Liebstige Frau Nicht-Schmitt,
    dein erfrischendes Täschchen habe ich ja schon auf FB bewundert, deshalb kommt mein heutiger Kommentar zu diesem etwas älteren Posting - da passen nämlich auch Teile meines Inhaltes dazu... äh, also nicht wirklich MEINES Inhaltes, sondern ... ach, du weißt schon... Ich wollte dir nämlich auch was zum Thema essen schreiben, du hast ja irgendwie in deinen Kommentar einfließen lassen, dass du von Fingerfood (das ich übrigens auch seeehr mag!) auf das Rostrosencurryhuhn umzuplanen gedenkst und (mehr oder minder) angefragt, ob das viel Arbeit ist. Nein, also nicht wirklich - ich bin ebenfalls ein echter Fan von Gerichten, die mich kochtechnisch nicht länger als 20, 30 Minuten in der Küche fesseln, weil ich auch lieber esse als koche. Wenn du ein "echtes" Kartoffelpüree machst, dauert's etwas länger, aber da brauchst du jetzt ja nicht die ganze Zeit dabeistehen. Oder du machst stattdessen einfach Zehnminutenreis ;o)) Am schwierigsten fand ich es, die gebratene Banane nicht zerfallen zu lassen - also esstechnisch ist das ja kein Problem, aber fürs Foto sieht's doch besser aus, wenn sie nicht matschig ist ;o))
    Euer türkischer Kochkurs klingt aber auch toll und sieht toll aus - da hätte es einiges gegeben, dem ich nicht widerstehen könnte, und die Sache mit dem Karottensalat klingt spannend, ich hab noch nie Salat mit GEBRATENEN Karotten gemacht oder gegessen... Allerdings hab ich den besten Möhrchensalat meines Lebens übrigens in Deutschland bekommen, der war mit Sonnenblumenkernen und ... tja, wenn ich das so genau wüßte! - ich denke, es war Creme fraiche dabei... aber ich hab den selbst nie so gut hinbekommen...
    Fühl dich herzlichst rostrosig geküschelbüschelt - und zärtliche Fellchenstreichler schick ich auch mit!
    Alles Liebe, Traude

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