Sonntag, 29. Juli 2012

Das Leben, das Universum und der ganze Rest...*







Wie lautet nochmal die Frage???
:)

* siehe hier

Samstag, 28. Juli 2012

Hereinspaziert!

Erinnert Ihr Euch an die spannenden Dinge, die sich auf meinem Esstisch tummelten?
Heute lüfte ich das "Geheimnis", das eigentlich gar keins ist!

Meiner Renovierung im letzten Herbst fiel ein Bild zum Opfer, das lange im Treppenaufgang zu meinem Schlafzimmer gehangen hatte und mir einfach nicht mehr gefiel. Das "weiße Loch", das es hinterlassen hatte, gefiel mir aber noch viel weniger - nur fand ich kein Bild, das ich wirklich toll fand und dem ich diesen Platz überlassen wollte.

Bis die liebe Traude auf ihrem Blog von ihrer Barcelona-Reise berichtete - Knall auf Fall verliebte ich mich in eins ihrer wunderschönen Bilder!

Wer Traudes Blog nicht kennt, sollte das schleunigst nachholen - ich kenne niemanden, der schönere Impressionen von seinen Reisen mitbringt und kurzweiliger und farbenfroher davon berichtet!!! Sie hat ein ausgeprägtes Auge für hübsche Details und weiß diese sehr geschickt in Szene zu setzen!

Zurück zu meiner leeren Wand.
Ich sah also dieses Bild, war hin und weg, und ging mit Dackelblick auf Betteltour...! ;)
Allzu ausgiebig musste ich aber gar nicht betteln - ganz schnell hatte ich die Datei in Originalgröße im E-Mail-Postfach.

Das Foto ließ ich für kleines Geld beim Discounter der zerstrittenen Brüder ausschnittweise auf 120 x 40 cm vergrößern. Im Baumarkt sägte mir ein netter Mensch dann eine passende MDF-Platte in 12 mm Dicke zu und auf deren Rückseite pappte ich erst mal mit Tapetenkleister eine Schicht hübscher Wohnzeitschrifts-Seiten. Dass die aufgeklebten Seiten hübsch anzusehen sind, ist nicht unbedingt zwingend (aber man weiß ja nie, wer mal auf die Rückseite guckt!), dass man aber die Rückseite beklebt, ist auf jeden Fall notwendig. Das verhindert nämlich, dass die Holzplatte sich später wölbt!

Auf die Vorderseite trug ich großzügig (und möglichst gleichmäßig) leicht mit Wasser verdünnten Holzleim auf und klebte dann das Foto auf. Mit einem weichen Tuch evtl. Blasen rauswischen und trocknen lassen. Fertig ist die neue Wand-Deko.

Und die zeige ich Euch jetzt:

Von meinem Wohnzimmer aus führt eine (abenteuerliche) Treppe hinauf ins Schlafzimmer. Von hier unten könnt Ihr das neue Bild schon erahnen.

  (Auf dem Stuhl da sitze ich übrigens gerade!)

 So, dann kommt mal mit die Treppe rauf. Seht Ihr´s schon?


So hängt es da nun also.


Gebt´s zu: der Blick nach rechts interessiert Euch auch, oder?
Et voilà: mein Schlafzimmer. Direkt unterm Dach. Mondscheinlicht und Sternenhimmel auf dem Kopfkissen inklusive. (Natürlich nur nachts! Wer da jetzt nach sucht, hat Pech gehabt!)

Und so sehe ich das schöne Barcelona-Bild dann vom Schlafzimmer aus...


... und träume davon, irgendwann mal da oben zu wohnen! :)

Vielleicht ist das für Euch auch eine kleine Anregung, Eure Lieblingsbilder an die Wand zu hängen?!
Es hat den großen Vorteil, dass es sehr individuell ist (es gibt in meiner Wohnung kein einziges Bild "von der Stange", jedes hat eine kleine Geschichte oder Erinnerung zu erzählen und ist von mir oder lieben Freunden selber gemacht / gemalt worden. Und das soll auch so bleiben!) und hat weitaus weniger kostet als zB. eine fertig bedruckte Leinwand. Insgesamt habe ich ca. 20 Euro dafür ausgegeben.

Liebe Traude, ich danke Dir nochmal ganz, ganz herzlich dafür, dass ich Dein tolles Foto verwenden durfte!!! Ein lieber Gruß geht auch an Deinen Mann, der sich so schön mit Pixeln auskennt!
Danke Euch beiden!!!!!

Edit: Die Aufhängung erfolgte durch zwei kurze, kleine Schrauben, die ich in das Holz gebohrt und um die ich dann einen mehrfach gezwirbelten Blumendraht gewunden habe. Was die Rückseite nicht mehr wirklich schön aussehen lässt. Aber wer guckt da schon hin?? ;)

Freitag, 20. Juli 2012

Ohren auf!

Mein bester Freund S. ist ein toller, stets gut gelaunter Mensch - sein einziger "Fehler": er hört manchmal nicht richtig zu. Er hat es oft viel zu eilig - Hallo Welt, ich komme! - und kann sich wirklich nicht immer damit beschäftigen, was die Menschen um ihn herum so zu sagen haben. Hey, es gibt wichtigeres!!!

Der Hund seines Schwiegervaters ist nicht mehr der jüngste, trotzdem riet der Tierarzt bei einer vereiterten Zahnwurzel zur Operation. Die Narkose ist bei einem alten Tier meist der gefährlichere Part eines solchen Eingriffs; da Balou aber starke Schmerzen hatte, sollte das behandelt werden.

Der Tag der Operation kam und am späten Vormittag erhielt S. vom Schwiegervater eine SMS mit trauriger Botschaft: Balous kleines, altes Hundeherz hatte der Belastung nicht stand gehalten...
S., selber Hundehalter und Tierliebhaber, verdrückte ein paar Tränen und rief seinen Lebensgefährten auf der Arbeit an, um die betrübliche Nachricht zu überbringen. Dieser war natürlich genauso geschockt, schließlich hatte Balou viele, viele Jahre bei seinem Vater gelebt und wurde sozusagen als Familienmitglied angesehen.
Da er seinem Vater die nötige Ruhe geben wollte, um sich erst einmal ein wenig zu sammeln, rief F. zunächst seinen Bruder an, der gleich im Nachbarhaus des Vaters wohnt.

F: "Wie geht´s denn Papa?"
Bruder: "Ähm... ja... wie soll´s ihm gehen? Gut!"
F: "Wie hat er das denn aufgenommen mit Balou?"
Bruder: "Was?"
F: "Na, es muss doch schrecklich für ihn sein!"
Bruder: "Schrecklich? Was?"
F: "Na, dass Balou gestorben ist!"
Bruder: "BALOU IST GESTORBEN??"
F: "Ach, das weißt du noch gar nicht?"
Bruder: "Wann ist das denn passiert?"
F: "Er hat die Operation nicht überlebt."
Bruder: "Wer hat dir denn diesen Quatsch erzählt?"
F: "S."
Bruder: "Hätte ich mir denken können.. Wo immer er das auch her hat?! Vater und Hund sind wohlauf, keiner tot, alle quicklebendig!"

Als F. abends heimkehrte, interviewte er S. zu dem Vorfall. Wie konnte es sein, dass S. den armen Hund für gestorben erklärt hatte, während der - nur noch leicht beduselt von der Narkose - daheim bei Papa auf der Couch lag?

"Ich bin doch nicht blöd! Dein Vater hat eindeutig geschrieben, dass Balou gestorben ist! Der Hund ist jetzt beim Opapa, hat er gesagt!"

Als F. sich die SMS nochmal ansah, stand da folgendes:

"Der Hund ist jetzt im OP. Papa"

Mittwoch, 18. Juli 2012

Das Glück trägt Cowboystiefel


Okay.
Erwischt.
Volle Breitseite.
An meiner – gut verkramten – romantischen Seite, die ich nur zu besonderen Gelegenheiten raushole und manchmal nachgucken muss, ob sie überhaupt noch da ist.

Dass ausgerechnet eine Frau es schafft, mir tiefe Seufzer zu entlocken und leuchtende Herzchen in die Augen zu zaubern, wer hätte das gedacht..?
Diese Frau ist keine geringere als The Pioneer Woman, im normalen Leben auch einfach Ree Drummond genannt. Die – neben einigen Kochbüchern – nun die Geschichte ihrer großen Liebe zu einem wahrhaftigen Cowboy zu Papier gebracht und mir damit lange Nächte verschafft hat. Ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen…


Der Buchtitel würde mich im Normalfall überhaupt nicht ansprechen (ich meide alles, was auch nur im entferntesten wie so´n klassischer Frauen-Herz-Schmerz-Liebesroman aussieht), auch das Cover finde ich eher... na ja. Zum Glück wurde mir ja aber die Entscheidung des Kaufs abgenommen, indem der Verlag mir ein Rezensionsexemplar zugesandt hat. ;)

Ree ist Mitte Zwanzig als sie beschließt, sich von ihrem bunten Leben in Los Angeles und ihrem Surferboy-Lover zu trennen, um nach Chicago zu gehen. Sie macht einen kleinen Zwischenstop bei ihren Eltern in Oklahoma und dort eines Tages in einer Bar die Bekanntschaft mit „Marlboro Man“, wie sie dieses Prachtexemplar von einem Mann in Zukunft nur noch nennt.
Marlboro Man ist Rancher, besitzt eine Rinderfarm auf dem platten Land und trotz ihrer Vorurteile gegen Cowboys („sie reiten den ganzen Tag auf einem Pferd, tragen Bandanas um den Hals und pinkeln draußen“) schmilzt Ree dahin – ehe sie sich versieht, hat sie sich Hals über Kopf in diesen Mann verliebt.
Dass der sich nach ein paar Stunden Theken-Smalltalk brav von ihr verabschiedet und wochenlang aus ihrem Leben verschwindet, kommt ihr eigentlich ganz recht – schließlich hat sie vor, nach Chicago zu ziehen!
Und dann klingelt eines Tages – vier Monate später! – doch ihr Telefon (wie wir und Ree später erfahren, hat auch Marlboro Man noch eine bröckelnde Beziehung zu beenden, ehe er sich auf neues konzentrieren mag) und man verabredet sich zum Essen. Der Beginn der ganz großen Liebe!

Die Geschichte, wie aus dem Stadt-Girlie in High Heels ein Mädchen vom Lande wird, wie sie und der Mann ihres Herzens immer mehr zusammen wachsen und sich sicher sind, Mr. bzw. Mrs. Right gefunden zu haben, wie ihre Beziehung sich auch in schwierigen Zeiten immer mehr festigt… das könnte ganz schön schmalzig und langweilig sein. Ist es aber nicht. Ree erzählt nicht nur mit viel Herz, sondern auch mit einer guten Portion Humor von ihrem neuen Leben und lässt die Leser teilhaben an der Arbeit mit den Tieren (habe ich vorher jemals überlegt, wie man prüft, ob Kühe schwanger sind? Nein!!) und zeichnet jeden einzelnen Charakter in ihrem Roman sehr sympathisch und liebevoll. 

Es ist kein Buch voller Action und Spannung – und doch hat es mich sehr gefesselt.
Ich glaube, die ganz besondere Faszination liegt darin, dass diese Geschichte tatsächlich so (oder vielleicht auch nur ähnlich; wir wollen der Phantasie der Autorin ein bisserl Spielraum lassen!) passiert ist – Ree Drummond lebt noch heute, 15 Jahre später, mit ihrem Marlboro Man und inzwischen vier Kindern auf der Rinderfarm. Dass sie dabei keineswegs so ausschaut, als würde sie sich in die Großstadt zurückwünschen, davon kann man sich auf ihrem wunderschönen Blog überzeugen.
Wenn diese Geschichte eine Moral hat, dann sicherlich die, dass man sich im Leben auch mal Dinge trauen muss, die der Bauch und das Herz einem sagen. Nicht immer nur auf den ollen Kopf hören.
Und wenn ich etwas von Marlboro Man himself gelernt habe, dann dass Liebe ohne die „üblichen Spielchen“, ohne „wie du mir, so ich dir“ und ohne unnötige, zeitraubende Grübeleien so verdammt einfach sein kann.
Fazit insgesamt: Ich will (auch) ´nen Cowboy als Mann!! ;)

Ree Drummond
448 Seiten

Herzlichen Dank an den Verlag und Blogg Dein Buch für die Überlassung des Leseexemplares!


Montag, 16. Juli 2012

Spannende Dinge...

... tun sich auf meinem Esstisch!


Liebe Traude,

nur noch ein klein wenig Geduld.
Bald ist es geschafft!!!! *schmunzel*
Ich bin jedenfalls jetzt schon ganz verliebt!!!

Freitag, 6. Juli 2012

Goldene Zeiten

Die Eltern meines besten Freundes feiern in den nächsten Tagen Goldene Hochzeit.
50 Jahre... irgendwie eine unvorstellbar lange Zeit, oder?!
Umso mehr ein ganz besonderes Fest - das besonderer Geschenke bedarf!

Lange stellte sich mir die Frage, was kann ich schenken? Auch wenn die "Goldbraut" mehrmals laut vernehmlich meinte "Wir freuen uns einfach, wenn Du mit uns feierst. Sonst brauchen wir nichts!", kann ich doch nicht ernsthaft mit leeren Händen auftauchen, gelle!?!
Nur: was???

Auf die einfachsten Sachen kommt man ja nicht immer alleine, erst der "Goldjunge" meinte dann irgendwann: "Mach ihnen doch einfach ´ne Seife. Die fanden sie doch schon Weihnachten toll."

Warum bin ich da nicht selbst drauf gekommen????

Aber "einfach `ne Seife"??? Tsssssssss.....

Entstanden ist die "Gold-Edition"...


... die zwar ganz anders geworden ist, als ich sie mir ursprünglich ausgemalt hatte, aber ich bin ja auch noch in der Übungsphase, gelle! :)

Okay, das im hellen Seifenleim verarbeitete Goldpulver versteckt sich leider ein bisserl in den guten Stücken, dafür habe ich dann einfach die Oberfläche nochmal dezent damit bestäubt (siehe unten rechts). Im Leben ist ja auch nicht jeden Tag alles gold, nicht wahr!?
Für die zweite Version (links) habe ich aus Fimo einen Stempel gebastelt, den ich mit Goldpulver bestäubt in die Seife gedrückt habe. Et voilà: schon dürfen sich die köstlich nach Mango duftenden Waschstückchen wieder "Goldene Zeiten" nennen.

6 Wochen haben die Seifen nun vor sich hingereift, heute habe ich endlich eine "angewaschen".
Herrlicher, ganz feiner Schaum, leckerer Duft, schön pflegend mit Mandelöl und Sheabutter... ich würd sagen: gelungen! :)

Dazu werde ich eine passende Seifenschale aus Fimo verschenken - und schon kann die große Party kommen!


Sonntag, 1. Juli 2012

Fratelli d´Italia


Habt Ihr das gesehen? Wie schön laut und inbrünstig die Italiener eben ihre Hymne in die Welt geschmettert haben?! Wie glühend Buffon die patriotischen Worte Mamelis im Stadion erschallen ließ?  Ha, DAS nenne ich doch mal Nationalstolz! Und zwar einer, für den man sich nicht schämen muss.

Die Spanier haben da ja leider schlechte Karten, für ihr Lied wurde offensichtlich vergessen, einen Text zu schreiben. Der elefantenjagende König will das auch nicht nachholen lassen. So stehen sie also ebenso still und stumm im Stadion wie das Männlein im Walde die deutsche Nationalelf. Nur haben die Spanier eben eine bessere Ausrede...

Mal ehrlich, ich bin kein Hymnen-Fan. Oder doch: rein melodisch sind tolle Dinger dabei. Die portugiesische zum Beispiel, die hat Pep (wusstet Ihr, dass der Komponist einen deutschen Vater hatte?). Die französische liebe ich, irgendwie muss ich dabei immer an Baby Schimmerlos von Kir Royal denken, wahrscheinlich weil in der ersten Folge ein ausufernder Can-Can auf den Tischen getanzt wurde.
Auch die britische Hymne finde ich toll, richtig königlich und ihr Text nicht so blutrünstig. Natürlich frage ich mich seit Jahren, was mit dieser Hymne passiert, wenn die Queen stirbt oder abdankt (vermutlich wird ja beides am gleichen Tag stattfinden) - machen die dann für Charles ´ne neue?
Auch die italienische Hymne könnte mich glatt vom Sofa reissen. Da möchte man doch kräftig mit den Füßen wippen und in die Hände klatschen, oder?

Die deutsche Hymne, ich geb´s zu, ist grottenlangweilig. Ja, man muss aufpassen, dass man nicht mittendrin einschläft. Außerdem muss man aufpassen, was man da singt - man erinnere sich an die liebe Frau Connor oder die verbotene Strophe, von denen leider immer noch genügend Leute nicht wissen, dass sie verboten ist. Dafür kennen ganz viele auch nicht die zweite Strophe - kein Wunder, die ist nämlich eigentlich viel zu Wein-Weib-und-Gesang-lastig für unser unlustiges Land.

Einigen wir uns also darauf, dass wir nicht die schönste Hymne haben. Und trotzdem bin ich der Meinung, die Herren in unserer Nationalmannschaft würden sich keinen Stollen aus dem Turnschuh brechen, wenn sie mal wenigstens ein bisschen mitsingen würden.
SINGEN, nicht murmeln. Oder gar vollständig verstummt auf dem Spielfeld stehen.
Das prangere ich an! Ich will singende Spieler sehen! Spieler, die stolz darauf sind, für Ihr Land antreten zu dürfen. In deren Köpfen nicht mehr der Gedanke vorherrscht, dass man nicht zu deutsch sein darf. Dass man nicht laut aussprechen darf, dass man sein Land liebt.

Andererseits... wieviele Flaggen hängen noch draußen und wehen im Fahrtwind seit dem verlorenen Spiel gegen Italien? Genau! Wann lernen wir endlich, dass die Symbole unseres Landes nichts mit Rassismus und Faschismus gemein haben???


P.S. Leider hilft den Italienern ihre aus voller Brust gesungene Hymne ja momentan leider auch nicht weiter... Aber noch ist es nicht zu spät!

P.P.S. Jetzt leider doch....