Donnerstag, 29. März 2012

Kinderstube und so

Beim Bäcker.
Es ist Samstag morgen und entsprechend voll, jeder will seine Brötchen für das Wochenend-Frühstück einkaufen. Ich stelle mich irgendwie irgendwo an - bei der Menge der Kunden und den Gegebenheiten der Räumlichkeiten ist es schwer, eine Schlange auszumachen. Keine Ahnung, wer vor mir zuletzt den Laden betreten hat.
Dass zwei ältere Damen kurz hintereinander, aber nach mir in den Verkaufsraum kommen, bekomme ich mit.
Omi Nr. 1 ist klein und ein bisschen rund, sie geht etwas schwerfällig am Stock, hat die handelsübliche Dauerwelle in ihren hellgrauen Haaren und ein freundliches Lächeln im Gesicht.
Bei der älteren Dame Nr. 2 fällt es mir schwer, sie als "Omi" zu betiteln. Nicht aus Respekt oder weil sie das Alter noch nicht erreicht hat. Nein, der Name klingt zu liebevoll für ihre zusammengekniffenen Mundwinkel und den total genervten Blick.

Als die Reihe vor mir sich langsam lichtet und ich denke, als eine der Nächsten dran zu sein, schiebt die Frau mit dem verhärmten Gesicht das niedliche Ömchen vor sich an die Theke und dieses gibt seine Bestellung auf.
Gut, sie war noch nicht dran, aber damit kann ich leben. Es ist Wochenende, die Sonne scheint, ich habe Zeit und gute Laune.
Die nächste freie Verkäuferin fragt wenige Sekunden später in die Runde "Wer ist der Nächste?". Bevor ich mich melden kann, zeigt die Leichenbittermienen-Frau mit dem Finger auf mich und sagt laut "Die da!"

An dieser Stelle danke ich meinen Eltern für meine gute Erziehung!


Sonntag, 25. März 2012

Rosa!

Auch eine tolle Frühlingsfarbe, oder?!!



Ich hoffe, Ihr hattet auch so ein rosarotsonnengelbes Wochenende wie ich!!!

Dienstag, 20. März 2012

Türkis

Dass es in die sonnige Jahreszeit geht, merkt man  nicht nur beim Blick aus dem Fenster, sondern auch an meiner immer wiederkehrenden Lieblingsfarbe. Türkis. Gibt´s eine fröhlichere, erfrischendere, mehr an Sommer, Sand und Meer erinnerndere Farbe?
Definitiv: Nein! Jedenfalls, wenn man mich fragt!

Bei dem Geburtstagsgeschenk für eine sehr liebe Ex-Kollegin kam also nur eine Farbe in den Backofen in Frage: türkis !! Herausgekommen ist eine ge-fimo-te flache Schale...


... ca. 22 x 10 cm groß, mit braun und weiß kombiniert, auf Hochglanz poliert und vielerorts einsetzbar. Sie beherbergt Stifte auf dem Schreibtisch ebenso wie Wimperntusche & Co. im Bad, auf dem Nachttisch passt sie nachts auf Haarbänder und den Schmuck auf und zu allerallergrößten Not könnte man auf ihr auch ein paar Pralinchen servieren... *flöt*

Weitere Schälchen sind bereits in der Mache und werden sicher im Lädchen landen!

Samstag, 17. März 2012

Frau Nicht-Schmitt auf Verbrecherjagd

Kurz bevor der gestrige Tag endete, erfüllte er mir noch einen Klein-Mädchen-Traum:
Einmal Polizeiauto fahren! Unschuldig natürlich!! :)

Das laue Frühlingslüftchen am Abend animiert hier leider auch immer wieder gelangweilte Jugendliche, betrunken durch den Ort zu taumeln und Blödsinn anzustellen. Da sich im Erdgeschoss unseres Hauses ein Kiosk befindet und vorm Haus seit den Umbaumaßnahmen leider auch ein "hübscher" kleiner Platz mit Sitzbänken und Blumenkübeln (und hübsch ist hier sehr relativ...), ist unsere Adresse ein beliebter Treffpunkt für Jugendliche geworden, die sich im Kiosk mit Alkohol versorgen (wobei der liebe Herr Kioskbesitzer es mit der Altersabfrage offensichtlich nicht allzu genau nimmt, Blödmann der!), sich auf den Bänken volllaufen lassen und danach randalierend durch die Straßen ziehen.
Abgebrochene Autospiegel, zerstörte Vorgärten und leider auch Einbrüche sind hier leider nicht mehr allzu selten. Und nein, ich wohne nicht in der kölschen Bronx. Im Gegenteil. Zumindest dachte ich das immer.

Gestern abend wurde es dann unten mal wieder sehr laut. Vier etwa 18-jährige Jungs turnten auf der Straße rum, pöbelten sich laut an und ließen eine Wodkaflasche rundgehen. Da sie sich genau neben meinem Auto vergnügten, warf ich immer mal wieder einen leicht besorgten Blick aus dem Fenster (man erinnere sich daran). Aber solange die Kerlchens nur laut waren, fand ich das einigermaßen okay. Ich war auch mal in dem Alter und ich glaube, uns hat damals auch so mancher Anwohner verflucht, wenn wir laut quatschend und lachend (und... ääähm... vielleicht auch nicht immer ganz nüchtern...) durch die Gegend zogen. Dann kamen die Jungs aber auf die Idee, gegenüber auf die Baucontainer zu klettern und von dort oben stampften sie dann so lange auf dem Dach eines Dixi-Klos rum, bis es einbrach. Nein, sowas habe ich früher nicht gemacht. Und ich finde es auch heute noch absolut unnötig!

Griff zum Telefon, Polizei angerufen. Als die 15 Minuten später kam, waren die Jugendlichen inzwischen weitergezogen und da man von unten auch nicht unbedingt auf den ersten Blick den Schaden am Klohäuschen sehen konnte, blickten die beiden Beamten erst mal ein bisserl ratlos drein. Um überhaupt was zu tun, haben sie dann erst mal MEINE Personalien aufgenommen. Ääääh... ich habe nichts verbrochen!! Aber Sie sind Zeuge, wurde ich aufgeklärt.
Während ich eine sehr vage Personenbeschreibung von lediglich zwei Personen abgeben konnte, kam per Funk die Meldung, dass ein anderer Streifenwagen drei Jugendliche aufgegabelt hätte (einer war wohl unterwegs verloren gegangen) - auf zumindest einen passte meine Beschreibung.

Ja, und dann wurde mein Klein-Mädchen-Wunsch wahr: Würden Sie kurz mit uns fahren zur Identifizierung?
Okay, ich wär natürlich gerne selber gefahren. Schön lässig mit Blaulicht und Lalülala, gerne noch ein paar Handschellen schwingend. Obwohl die beiden Polizisten wirklich supernett waren, ging ihre Wunscherfüllung so weit dann doch nicht. Also fuhr Frau Nicht-Schmitt nur vollkommen unspektakulär auf der Rückbank... menno!



Auf dem Weg zum "Fundort" fanden wir auf der Straße noch ein paar zertrümmerte Blumenkübel, die die Jungens auf ihrer Tour ebenfalls zerstört hatten. Und dann drehte der fahrende Polizist sich zu mir um und sagte "Wenn wir dort gleich ankommen, müssen Sie natürlich nicht aussteigen. Sie schauen nur von hier drinnen, ob sie einen erkennen - die müssen ja nicht wissen, wer sie angezeigt hat." Huch, da wurd´s mir schon ein bisserl komisch..!

Erkannt habe ich ganz sicher einen Jungen. Den, den ich aus dem Wagen nur von hinten sehen konnte, dachte ich an seiner hellen Jacke zu erkennen, aber... "...das ist mein Kollege!" sprach der Polizist. Okay, dann war´s der vermutlich nicht! :)

Die Jungs hatten, wie wir von einem Beamten erfuhren, ihre Randale-Tour bereits zugegeben - sie waren erst 16 und 17 Jahre alt. Traurig...

Als meine Nachbarin mich heute morgen fragte, ob ich gestern abend den Krach unten gehört habe und ich ihr die Geschichte erzählte, meinte sie, sie hätte überlegt, die Polizei zu rufen, dann aber gedacht, das hätte sicherlich schon jemand gemacht.
Wenn nicht jeder so denken würde, hätte ich meinen teuren Autospiegel vielleicht nicht selber zahlen müssen...

Freitag, 16. März 2012

Der Junge, der Träume schenkte

Natale, Sohn einer italienischen Einwanderin, wächst im New York der 20er Jahre auf. Seine Mutter arbeitet als Prostituierte, sein "Vaterersatz" treibt sich in der New Yorker Unterwelt rum und der Junge selber verbringt die Tage größtenteils auf der Straße, wo er mit einem Nachbarsjungen eine Gang gründet.
Natale, der bei der Einwanderung ganz unbürokratisch in "Christmas" umbenannt wird, weil das für die Amerikaner einfacher ist, lernt nicht nur die gleichaltrige Ruth kennen und verliebt sich schon als kleiner Steppke in sie, sondern trifft auch auf jede Menge Leute, die schnell erkennen., dass er nicht der "kleine Mafioso" ist, der Christmas gerne wäre, sondern ein Junge mit Herz, der seinen Weg gehen wird.


Mehr mag ich vom Inhalt gar nicht erzählen, um nicht zuviel vorweg zu nehmen.
"Der Junge, der Träume schenkte" ist ein wunderbarer, sehr anrührender und auch spannender Roman, den ich gerne gelesen habe.

Wenn jemand das Buch haben möchte, schicke ich es ihm gerne zu. Bei mehreren Interessenten entscheidet das Los! :)

Schönes Wochenende Euch allen!!!


EDIT:
Die Zeit war so knapp heute, daher hab ich ganz unspektakulär eine Mini-Verlosung gemacht. Das Buch geht an Steffi (mamaundmotte) - schick mir doch bitte Deine Adresse, ja?!

Samstag, 10. März 2012

Gestreift

Nachdem unsere Straße vor ca. 4 Jahren wegen irgendwelcher Kanalbauarbeiten komplett aufgerissen und für 2 Jahre zur Riesenbaustelle wurde, hat die Stadt beschlossen, die Straße komplett zu sanieren. Was insbesondere die Stoßdämpfer der anliegenden Autobesitzer sehr freuen dürfte, hat die erste Baustelle doch eine kaum zumutbare Kraterlandschaft hinterlassen.
Seit Juni 2011 wird hier also wieder geschaufelt und gebaggert und wieder mal liegt die "Kommandozentrale" der Arbeiter genau vor unserer Haustür. Inzwischen sind hier die Arbeiten so gut wie abgeschlossen und die aufgerissene Straße mit all ihren freiliegenden Kanaldeckeln und Baustellenampeln ist etwa 150 Meter weitergewandert. Ein Lichtblick! Wenigstens was Staub und Lärm angeht.
Ich mach drei Kreuze, wenn der gesamte Spuk endlich ein Ende hat, aber ich fürchte, das wird noch einige Zeit dauern (inzwischen habe ich gelernt, dass Zeitangaben auf Baustellenschildern wirklich nur eine sehr vage Zirka-Angbe sind!).

Direkt vor unserem Haus gibt es nun einen Zebrastreifen und weil ich noch nie gesehen habe, wie so ein Ding gemacht wird (und mir auch nie Gedanken darüber gemacht habe!), fand ich es recht spannend, bei den Arbeiten zuzuschauen.
Wollt Ihr auch mal gucken?


Zuerst: Pöppel aufstellen. Möglichst so breit, dass der Verkehr nicht mal mehr "fließen" buchstabieren kann und jeder zweite Autofahrer die Gelegenheit sieht, seine Hupe auszuprobieren. Dann: Streifen kleben. Zu meiner größten Verwunderung, ohne die Abstände irgendwie auszumessen. Gleichmäßig ist das Ding trotzdem geworden!
In jedes zweite Rechteck wird weiße Farbe gekippt und vom Handlanger (bzw. der Handlangerin) mit einem Spachtel verteilt. Ohne überzumalen! Das ist Können!
Dann wird jede Menge Glitzerglimmersternenstaubsand auf der noch nassen Farbe verteilt. Die Streifen sollen schließlich auch im Dunklen gesehen werden.
Kaum ist der letzte Streifen gegossen, nimmt man die Klebestreifen wieder ab.

 Zum guten Schluss wird der Spaß trocken geföhnt. Und: fertig!


Freitag, 9. März 2012

Weltfrauentag - The day after

Er: Dein Tee riecht so lecker. Ich will auch einen!
Sie: Das war der letzte! (Anm. d. Redaktion: Teebeutel!)
Er: Typisch Frau. Immer das letzte aufbrauchen.

Häääää?????

(Die Diskussion um Klopapierrollen & Co. wurde - sehr untypisch - danach nicht angefacht. Irgendwie fühl ich mich leicht grippig...)

Mittwoch, 7. März 2012

Ich hätt´ so gern...

... ein neues Handy!
Und bitte schön genau dieses:


Aber ich glaube, ich warte noch, bis es Haare schneiden kann und eine vernünftige Nähmaschine integriert ist.

Montag, 5. März 2012

Licht & Schatten

Ich zeig Euch was, was mich vor kurzem wirklich fasziniert hat.
Eine kleine Kapelle, gewidmet dem Heiligen Hubertus, frisch und in Eigenregie im Jahr 2004 von den Bewohnern des noch kleineren Örtchens Floisdorf erbaut, von außen nett anzusehen, aber nichts wirklich besonderes. Was bitteschön keine Abwertung sein soll - ihr fehlt halt aufgrund des jungen Alters naturgemäß einfach noch die Patina, die solche Gebäude für mich spannend macht.


Wenn man aber hinein geht und von innen durch die Fenster schaut, erwartet einen ein eindrucksvolles Farbenspiel. Neben vielen bunten Glasstücken wurden auch weiße, schwarze und graue Gläser verwendet. So sieht man das Dorf mal recht trist durch die unbunten Scheibchen und dann wieder ganz fröhlich und warm durch die farbenfrohen Gläser.
Mich hat dieser Ausblick sehr an die Hochs und Tiefs erinnert, die man im Leben durchläuft. Manchmal wirkt alles traurig und grau - im nächsten Moment lacht einem die Welt vergnügt ins Gesicht.
Und wir ihr!!! :)