Freitag, 27. Januar 2012

Wochenendsplitter

Es kommt eine Viren-Warnung per E-Mail.
24 Stunden später Entwarnungs-Mail von irgend so einem Klugscheißer, der sein Hoax-Wissen zum besten gibt. Wer ist heutzutage noch so blöd, E-Mails mit Betreffs  à la "Liebesbrief für Dich", "Kein Fun im Bett?" oder "Sie haben 3 Millionen Euro gewonnen!" zu öffnen? Es braucht also auch niemand diese Klugärsche, die ganz überheblich so tun, als seien sie die Checker der Welt.
Ob die diese Fake-Mails selber rundsenden, um ihr Ego zu polieren?

Es ist nicht nur körperlich ein saudummes Gefühl, wenn der linke (der rechte täte es auch, das ist also egal) wenn der linke BH-Bügel sich durch den Stofftunnel bohrt, in den er eingenäht ist, um fröhlich aus dem V-Ausschnitt der Trägerin zu winken...

Von jetzt auf gleich MUSS man zum Friseur. War vorgestern noch alles okay, kommt mit einem Schlag der Tag, an dem nichts mehr geht. NIX!
Und dann? Genau: Murphy Benjamin ist heute ausgebucht. Morgen ist er fällig!


Sendung mit der Maus vor der Haustür. Heute: Ein Zebrastreifen entsteht.
Die ganze Geschichte demnächst in diesem Programm.

Apropos Programm: in der Hoffnung, dass heute endlich diese auf schüchtern gemachte Frau mit den M.ike-H.unter-Plastikschlüppern das Dschungelcamp verlässt, wünsche ich Euch ein schönes Wochenende! (Edit: Geht doch!)

Dienstag, 17. Januar 2012

Gute Geister

Bereits im letzten Sommer habe ich den Roman "Gute Geister" von Kathryn Stockett gelesen und war von der Geschichte sehr fasziniert.

Sie spielt in den frühen 60er Jahren in Jackson, Missisippi, wo es üblich ist, dass farbige Frauen in weißen Haushalten arbeiten. Sie ziehen die Kinder ihrer Arbeitgeber auf, bedienen die Herrschaften von vorne bis hinten, schrubben, kochen, putzen das Silber und sorgen für nette, deliziöse Häppchen bei der Bridge-Runde - das alles für einen Hungerlohn und die Tatsache, dass sie nicht mal die Toiletten im Haus nutzen dürfen. Schließlich könnten adrette weiße Hinterteile sich ansonsten irgendwelche Krankheiten holen...

Der jungen Journalistin Skeeter, frisch nach Jackson heimgekehrt von der Uni und selber von einem afroamerikanischen Hausmädchen groß gezogen, missfällt das Verhalten ihrer Freundinnen und ihrer eigenen Mutter gegenüber diesen Frauen sehr. Als sie von einem Verlag aufgefordert wird, ein Manuskript einzusenden, entscheidet sie sich dafür, die Geschichte dieser Hausmädchen zu erzählen.
Obwohl die schwarzen Dienstmädchen zunächst wegen großer Skepsis und vor allem Angst nicht bereit sind, Skeeter von ihrem Leben zu erzählen, gelingt es ihr, deren Vertrauen zu gewinnen. Ans Tageslicht kommen nach und nach menschenunwürdige und unglaubliche Geschichten, die bei mir als Leser manche Träne der Traurigkeit und vor allem Wut über soviel Selbstgefälligkeit und Ignoranz der weißen Leute entlockt haben.

Immer mehr Hausmädchen kann Skeeter für ihr Vorhaben gewinnen und wirklich spannend wird es, als ihr Buch dann tatsächlich veröffentlicht wird!


Mir hat beim Lesen manches Mal regelrecht der Atem gestockt. Natürlich weiß man, dass farbige Menschen lange Zeit keinerlei Rechte hatte, aber da das zum Glück vor meiner Zeit war, kenne ich dieses Problem nur vom Hörensagen. In diesem Roman von Kathryn Stockett ist jedoch vieles so lebendig und hautnah beschrieben, dass ich mich häufig in einer Mischung aus unendlichem Mitgefühl für diese Menschen und Scham für die Weißen wiedergefunden habe.

Das Buch ist wirklich empfehlenswert und wer keine Lust auf Lesen hat, dem möchte ich den Film zum Buch ans Herz legen, der derzeit unter dem Originaltitel "The Help" im Kino läuft.
Seit langem mal wieder ein Film, von dem ich nicht enttäuscht war, nachdem ich zuerst das Buch gelesen hatte. Sehr authentisch, warmherzig und trotz des traurigen Themas auch humorvoll.
Trotzdem: nehmt Taschentücher mit!!! :)

Dienstag, 10. Januar 2012

Gelüftet / Teil 2

Hier nun die Auflösung eines weiteren vorweihnachtlichen Geheimnisses - ein Kuschelquilt für meine Mama.
Genäht aus vielen kleinen Stoffquadraten und -dreiecken von Lieblings-Designern wie Amy Butler, Michael Miller und Jenean Morrison. Alles, was nicht bunt ist, ist reinweiße Baumwolle.
Die Rückseite (intelligenterweise nicht fotografiert) ist ebenfalls weiße Baumwolle mit weißem Paisley-Muster.


Leider sind die momentanen Lichtverhältnisse ja nicht besonders fototauglich und so habe ich kein wirklich tolles Bild hinbekommen. Man kann also davon ausgehen, dass der Quilt live und in Farbe noch viel schöner ist! ;)

Sonntag, 8. Januar 2012

Nicht klotzen, kleckern!

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an diesen Post und hat sich nun monatelang gefragt, was aus dem Projekt geworden ist. Jaahaa, manche Dinge haben eben Vorrang und ich muss gestehen, dass es mir eh nicht allzu schwer fällt, Großes anzufangen und mich dann anderem zuzuwenden... Keine gute Eigenschaft!

Aber nun ist es endlich geschafft - die Tisch-Sets sind fertig!
Mit ihren frühlingsfrischen Farben kommen sie nach dem ganzen Weihnachts-Klimbim richtig gut und fast finde ich es ein bisserl schade, dass ich beschlossen habe, sie meiner Freundin zum Geburtstag zu schenken.
Würden sich doch hier auch ganz gut machen...

Andererseits weiß ich, dass sie ein gutes Zuhause bekommen werden - und es ist ein unheimlich tolles Gefühl, im Januar schon ein Geschenk fertig zu haben, das erst im März verschenkt wird! ;)

Ich hatte mich auch vor allem deshalb ganz besonders auf meinen Winterurlaub gefreut, weil ich endlich mal wieder Zeit haben würde, Stunden an der Nähmaschine zu verbringen. Dummerweise kam mir was dazwischen: ein mieser Anfall von Unlust..!
Gibt´s denn sowas????

Trotzdem habe ich es zumindest noch geschafft, die weltbeste Weihnachtsgeschenk-Verpackung in eine neue Schnuffeldecke für das Hundetier zu verwandeln.
Gemütlichster Baumwoll-Teddy mit Lieblings-Streifchen.

Und es wird schon eifrig damit gekuschelt!
Vielen Dank und einen schönen Gruß nach Wien!!! :))

Donnerstag, 5. Januar 2012

O sole mio

Als ich im Herbst zum ersten Mal Seifen selber gesiedet habe, habe ich auch eine wunderbar pflegende Seife für das Gesicht zusammengerührt - eine Sole-Seife.
Ich bin echt begeistert von diesem Waschstück und auch meine Freundinnen finden es toll. Die Seife ist parfümfrei und hat eine relativ hohe Überfettung (10%), womit schon mal dieses fiese Spannungsgefühl beim waschen entfällt - es fühlt sich eher so an, als würde man das Gesicht gleich beim waschen eincremen.
Durch das Anrühren der Lauge mit einer Sole-Lösung entsteht eine sehr feuchtigkeitsspendende Seife, die auch für Neurodermitiker und bei Hautunreinheiten gut geeignet ist.

Zum Abschminken benutze ich neben dem Augen-Make up-Entferner (okay, der ist tatsächlich noch nötig, da ich immer wasserfeste Mascara verwende und die nur mit Seife wohl nicht runter bekommen würde) nur noch diese Seife - keine teure Reinigungsmilch mehr, kein Rumgeschmiere mehr mit Wattepads - und habe tatsächlich das Gefühl, nach der Reinigung wirklich ALLES Make up aus dem Gesicht zu haben.
Toller Nebeneffekt der Sole-Seife: die kleinen Pickelchen, die immer wieder mal auftauchen, sind im Großen und Ganzen Vergangenheit!


Da ich einen Großteil der im Herbst hergestellten Seifen verschenkt habe und mein eigener Vorrat sich langsam dem Ende zuneigt, habe ich gestern für Nachschub gesorgt.
Eben in Stücke geschnitten muss die Seife nun einige Wochen ruhen, bis sie verwendbar ist. Solange wird mein Reststück hoffentlich noch reichen!

Dienstag, 3. Januar 2012

Gelüftet

Eins meiner Weihnachtsgeschenk-Geheimnisse kann ich heute nun endlich zeigen.

Angefixt von der fleißigen Tracey habe ich spaßeshalber mal "nur so zum ausprobieren" ein Küchen- oder Gästebad-Handtuch gestrickt. Und dann... ja, dann konnte ich nicht mehr aufhören... ;)

So sind dann nicht nur für meine Küche neue Handtücher entstanden, sondern auch noch vier Stück als Geschenk für eine ganz besondere Person.



Angekommen!

Ein bisserl spät (aber es ist nie ZU spät!) wünsche ich Euch alles Gute für das neue Jahr!

Das war der Schmitt´sche Aufenthaltsort am 31.12.2011 von ca. 22.00 bis 2.00 Uhr...

Der Hund hat leider wie jedes Jahr geschwächelt und tut es eigentlich immer noch. Erst der heutige Abendspaziergang konnte ohne Androhung von Fernsehverbot, Futterrationhalbierung und Liebesentzug einigermaßen entspannt angegangen werden.

Ja, ich kann sogar vermelden, dass ich Frau Schmitt heute abend nur noch einen Treppenabsatz runterziehen musste, den Rest ist sie todesmutig alleine gegangen. Das lässt für morgen hoffen!!! ;)

Ich bin immer wieder erstaunt, wie gut ängstliche Hunde alles zusammenkneifen und einhalten können. Um nichts in der Welt hätte dieses Tier sich dieser Tage in irgendein Gebüsch gesetzt, um sein Geschäft zu verrichten. Die Böllerei könnte schließlich jederzeit wieder losgehen...