Donnerstag, 30. Juni 2011

Pillow Talk

Wenn man älter wird, bedarf es kleiner Ruhepausen!
Und damit man die möglichst gemütlich genießen kann, gab es für ein liebes Menschlein einen Strauß beeriger Blümchen (gehäkelt nach einer Anleitung aus Barbaras Buch)


Die Rückseite ziert "ausgediente" Tischwäsche - wäre doch gelacht, wenn man nicht (fast) alles in neuem Glanz erstrahlen lassen kann! ;)

Mittwoch, 29. Juni 2011

MMM... oder... Stolz und Vorurteil

Aus aktuellem Anlass mache ich mal mit beim "Me made Mittwoch" (Idee von hier)!

Frau Nicht-Schmitt hat ein weibliches Kleidungsstück wiederentdeckt.
Lange gehasst, lange als nicht tragbar empfunden, findet er sich nun wieder in meinem Kleiderschrank. Der Rock! In mehrfacher Ausführung und selbstgenäht. Vorurteil überwunden, zurück bleibt Stolz. Und Freude!
Stolz auf das "ich hab´s geschafft und er ist nicht nur ein Zuhause-Kleidungsstück!". Nein, ich ziehe die Dinger neuerdings tatsächlich im Büro an. Und trage Pumps dazu. PUMPS! Ich..! Auch lange nicht mehr getragen, weil irgendwie in letzter Zeit die Bequemlichkeit immer vorging.


Okay, die Schuhe sind immer noch nicht bequemer geworden (deshalb gibt es hier auch ein Barfuß-Bild!), aber schöner aussehen tut´s schon, ist ja wahr!


Den Rock habe ich nach dem Schnitt einer (ur)alten Burda genäht (welch Glück, dass manche Sachen nie unmodern werden!); ein eher schmal geschnittener Rock mit Gehschlitzen vorne und hinten.
Der Stoff ist ein wahres Schnäppchen vom Euskirchener Stoffmarkt. Könnt Ihr die türkisen Streifen sehen, die über das Blumenmuster wandern? Ohne hätte ich die Blümchen wohl recht piefig gefunden, ich finde, das Türkis peppt den Stoff sehr auf - und zur Unterstützung habe ich alle Nähte ebenfalls mit türkisem Garn genäht. Da musste natürlich auch der farblich passende Reißverschluss sein!

Bei den momentanen Temperaturen fühle ich mich sauwohl in dem luftigen Teilchen - nächste Woche zeige ich Euch dann vielleicht die anderen Röcke! :)

Mehr selbstgenähtes findet Ihr hier: Klick!

Mittwoch, 22. Juni 2011

Mittwochssplitter... oder: Der Tag der toten Ente

Die Ente im Weiher des "hauseigenen" Parks ist wahrlich kein schöner Anblick - was anscheinend auch ihre gefiederten Freunde finden, die trauernd (?) um sie herum schwimmen.
Aber ich schwöre: sie ist NICHT an dem Hundeleckerli gestorben, dass ich gestern mit einem "Mädchenwurf" (= links zielen, rechts treffen) dem Hund zugeworfen habe!

Werte Frau Nachbarin! Dass Du in schöner Regelmäßigkeit an meiner Tür klingelst, um Dir profane Sachen wie Ketchup, Essig, Spüli oder einen Staubsauger auszuleihen, daran habe ich mich einigermaßen gewöhnt. Ich mag es zwar nicht besonders gerne, meinen Sachen dann hinterherlaufen zu müssen und z.B. tagelang nicht staubsaugen zu können, aber: Schwamm drüber.
Kein Schwamm über die Aktion der letzten Nacht! Wenn Du es nochmal wagst, mich um 1:30 Uhr mit Sturmgeklingel aus dem Bett zu werfen, weil Du Deinen Schlüssel vergessen hast, werfe ich Dir von oben einen Dachziegel auf den Kopf. Wenn ich nicht treffe, folgt der zweite (dritte...). Versprochen!!! Blöde Kuh!

Nur noch wenige Stunden, dann ist Wochenende.
Ist das nicht herrrrrrrrrrrlich?!?!?!?!?!!!!!!
Diesmal wird Schmitti Besuch haben - ihre Lieblingsfreundin Emma zieht heute abend für fünf (5! ... oh Gott...) Nächte bei uns ein. Ich bin gespannt...

Ich wundere mich ein wenig über die Mofafahrerin, die vor mir über eine rote Ampel fährt, als sei diese gar nicht vorhanden. Als sie dann auch noch gegen die Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße fährt und dabei das Polizeiauto übersieht, dass kurz hinter der Ecke steht, kann ich mir ein gehässiges Grinsen nicht verkneifen! Ist das Leben etwa doch gerecht?

Wer zu spät kommt, den bestrafen die Läden.
So geschehen heute auf dem Markt. Frau Nicht-Schmitt kommt, die Marktleute gehen (Ein Schelm... und so weiter). Am einzigen Obst- und Gemüsestand, der noch Waren pfeil bietet, kauft die Frau vor mir ein, als bräche der Notstand aus. Wenn man nach "12 Möhren, bitte" lange überlegt, wieviel Stangen Spargel man denn braucht und ob die Brombeeren ihren Preis wert sind, ob noch Tomaten daheim sind und dass der Rettich wirklich toll aussieht und die Äpfelchen so schön klein sind...kann das Fräulein Ungeduld ein dezentes hörbares Räuspern nicht unterdrücken: Hey, es reeeegnet!!!!

Ganz untätig waren der Große Bruder, Brüderchen 2.0 und ich übrigens auch nicht.
Aus...


... entstand ein Hochzeitsgeschenk für U & R.


Und ein paar entzückende Stöffchen in meinen momentanen Lieblingsfarben kleiden nun Adressbücher.
Die gibt´s als "Schmitt´s für Zuhause" im Lädchen!

Mittwoch, 8. Juni 2011

Scaramouche, Scaramouche, will you do the fandango?



Seit vielen Jahren mein absolutes Lieblingslied.
Unangefochten an der ganz persönlichen Liebslingshits-Spitze - je lauter, desto lieber.
Was war ich fertig, als Freddie starb. Ich erinnere mich noch gut, dass auf SWR3 (damals noch SWF3) stundenlang nur Queen-Songs gespielt wurden.
Gerade eben bin ich mal wieder über das Video gestolpert. Sehe diese Häschen-Zähne und muss grinsen. Laut aufdrehen und mitgröhlen.

Passend dazu habe ich auf der Tube ein kleines Gebet gefunden, dass mir sowas von aus der Seele spricht:

Dear God,
I have a special offer for you today.
Today's special offer is a used Lady Gaga* AND a clean, unused Justin Bieber* for the whopping price of only ONE Freddie Mercury! That's right God, trade our two most valued artists for only ONE Freddie Mercury!

But wait!-
If you bring back Freddie Mercury within the next 30 minutes, you also get a FREE complete and PURE set of the Jonas Brothers* with it!


*Payment with Visa, MasterCard and PayPal. Talent not included.


In diesem Sinne - einen schönen (lauten!) Mittwoch wünsche ich Euch!

Montag, 6. Juni 2011

Fluch oder Segen?

Es sollten herrlich faule freie Tage werden. Vier Stück an der Zahl, an denen ich nur rumlümmeln und Dinge tun wollte, zu denen ich gefühlt herzlich selten komme. Tagsüber an einem schattigen Plätzchen ein Buch lesen zum Beispiel. Die Zehen und mehr in Seewasser tunken. Fernsehen zum Frühstück, Abendessen mit dem ehemaligen Liebsten. Weinschorle auf´m Balkon, neue Stöffchen streicheln, mit dem Hund auf der Wiese liegen… ach, es fühlte sich gar verheißungsvoll an noch am Montag.
Für den Feiertag war ein Geburtstagskaffeeklatsch mit der Freundin geplant, ansonsten einfach in den Tag hineinleben. Herrlich!!!
Aber erstens kommt es anders…

Am Dienstag stand fest, dass der Besuch beim 120 km entfernt wohnenden Patenkind nicht länger aufgeschoben werden kann und somit für den Samstag eingeplant werden musste.
Gut, dachte ich. Donnerstag was vor, Freitag frei, Samstag eine Einladung, Sonntag frei. Nicht ganz so geplant, aber okay.

Am Mittwoch abend kam ich gerade von Büro und Abendspaziergang heim, drehte Pixie Lott auf Volume 60 und machte mich daran, noch ein bisserl aufzuräumen als ich Herrn Nachbarn von seiner Terrasse hochwinken sah. Es folgte eine Geburtstags-Einladung von Frau Nachbarin für Freitag.

Die Kaffeetafel am Donnerstag war sehr lecker und die Gästerunde sehr lustig. Ein schöner Nachmittag, ein bisserl getrübt davon, dass die Gastgeberin nur einen winzig kleinen Balkon hat und man somit bei herrlichstem Sonnenschein mit acht Mann plus Baby in der Bude saß. Zum Trost gab es köstlichste Erdbeerbowle und da mein Heimweg per pedes erreichbar war, ließ ich sie mir schmecken.

Am Abend daheim gönnte ich mir endlich, endlich die nähere Bekanntschaft mit dem Nachwuchs im Hause Nicht-Schmitt. Das Brüderchen ist nun schon groß, es wurde Zeit für Brüderchen 2.0 – eine Investition, die schon lange in meinem Kopf rumspukte. Seit Donnerstag abend weiß ich, dass sie richtig war. Goldrichtig!


Mit Hilfe des neuen Brüderchens entstanden unter Verwendung feinster Amerika-Importe im Nullkommanix zwei luftig-leichte Sommerröcke. Ha, das Nähen mit diesem Neuerwerb macht einen solchen Spaß und geht so schnell, dass garantiert noch ein paar Teile folgen werden!

Freitag vormittag machte ich einen kleinen Einkaufsbummel, ein Geschenk für den 10. Geburtstag des Patenkindes musste her. Wenn man nicht so in der Materie steckt, ist das ein wahrhaft herausforderndes Unterfangen – ist ein 1.000-Teile-Puzzle zu langweilig, die süßen Ohrringe zu kindisch? Welche Farbe, wenn man weiß, dass rosa nicht mehr die Lieblingsfarbe ist und soll man versuchen, die Leselust der Süßen weiter anzustacheln, auch wenn das bisher meist schief gelaufen ist? Welche Größe tragen zu groß geratene 10-jährige?

Endlich ein paar Kleinigkeiten gefunden, fuhr ich heim, holte den Hund ab und besuchte Papa Nicht-Schmitt in seinem Garten. Stand auch nicht auf dem Programm, war aber mal wieder „nötig“. Und nett war´s auch, echt! Nur die drei Gläser Rosé-Sekt hätten bei dem Wetter nicht sein müssen.

Kaum zurück in den eigenen vier Wänden ging es kurz unter die Dusche, dann in den neuen Rock und runter zu Nachbars, die nicht nur Nachbarn, sondern schon viele Jahre auch Freunde sind.
Auch dies ein sehr schöner Abend mit idealen Temperaturen und viel Geschnacke und Gelächter. Ich saß in einem Kreis lieber Menschen, die mir sehr wertvoll sind. Ein wunderbares Gefühl – nicht austauschbar gegen einem Abend zum alleinigen Abhängen.

Am Samstag freute sich Patenkind nicht nur über den Nic.ci-Schülerkalender und die Hello K*tty-Stiftesammlung, sondern auch und vor allem über die Dose Sli.my, die die Patentante vor allem aus nostalgischen Gründen gekauft hat. Zu gut erinnere ich mich an dieses Glibberzeug, das irgendwann vor ca. 30 Jahren in meiner Bettdecke landete und sich dort nicht mehr so mühelos entfernen ließ. Warum soll man Erfahrungen nicht weitergeben??

Gemeinsam mit der großen Schwester, der ich ebenfalls ein Döschen von dem Zeug mitgenommen hatte, wurde den ganzen Nachmittag geslimt, während Patenkindmutter und Patentante sich von Patenkindpapa mit Kaffee, kalten Getränken und Grillwürstchen verwöhnen ließen. Die Sonne strahlt, das Leben ist herrlich, die eiskalten Umarmungen und nassen Küsse einer vom Pool durchweichten 10-jährigen sind das beste, was ich mir heute wünschen konnte. Da macht es auch gar nichts, dass der ehemals Liebste das geplante gemeinsame Abendessen wg. Krankheit absagen musste (na gut, kurzfristig habe ich ihm ein paar EHEC-Keime an den Hals auf den Salat gewünscht…)

Am Abend wieder daheim machte ich endlich, was ich seit drei Tagen tun wollte: nichts! Und es war herrlich!

Bereits in der Nacht zum Sonntag gewittert es lautstark, am Morgen ist es zwar wieder trocken, aber sehr bedeckt. Das Vorhaben, den Tag mit Buch und Eiskaffee auf der Liege zu verbringen, musste ich leider canceln.
Was mich ein bisschen ärgerte. Drei von meinen freien Tagen habe ich „abgegeben“, nicht so verbracht, wie ich es mir gewünscht hatte. Wenig Zeit für mich alleine, für die baumelnde Seele.

Und doch merke ich, dass sie gut getan haben, die freien Tage. Dass ich auf manche Aktivität erst gar keine Lust hatte und sie dann doch sehr genossen habe.

Der Gedanke kommt auf, wie unglücklich ich sicherlich wäre, wenn es anders liefe. Wenn keiner anruft und fragt „Magst du vorbeikommen?“. Wenn ich in den nachbarlichen Gärten lachende Menschen hörte und mich selber möglicherweise alleine fühlen würde. Wenn niemand spontan auf einen Kaffee vorbei käme und freundschaftliche Umarmungen wahre Mangelware wären.

Nein, ich glaube, so ist es besser!
Auch wenn ich nächstes Wochenende ganz bestimmt mal nur tun werde, was ich tun will!!!