Donnerstag, 30. Dezember 2010

Gerundet

ist hat der beste Chef von allen dieser Tage. Und weil es für besondere Geburtstage besondere Geschenke gibt, habe ich ihm einen ähnlichen Quilt genäht, wie ich ihn bei Renate gesehen habe.
Renate näht ganz wunderbare Sachen (und quiltet sogar mit der Hand... Chapeau!!!) und als ich zufälligerweise auf ihren Blog und den Kuschelquilt gestossen bin, war es um mich geschehen!
Den will ich auch!
Wie das aber so ist, näht man ja immer erst für andere... vielleicht schaffe ich es aber tatsächlich, mir diese wunderbare Decke auch nochmal für mich nachzuarbeiten?!.
.

Leider war meine Zeit beim fotografieren genauso eng bemessen wie beim nähen. Deshalb darf sich diese Decke auch eigentlich auch nur Beinahe-Quilt nennen, so liebevoll und aufwendig wie Renate es gemacht hat, habe ich es nämlich zeitlich leider nicht geschafft.
.

Und da fotografieroptimales Licht momentan Mangelware ist, konnte ich die Decke leider nur ziemlich knüddelig ablichten. Stellt Sie Euch einfach in schön vor, ja?! ;)

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Mittwochs-Splitter

- Was für verfressene Leute leben eigentlich in diesem Ort, dass bereits einen Nachmittag nach Weihnachten kein Stückchen um 50% reduzierte Lindt-Schokolade mehr im Supermarkt zu finden ist??
Heee, Nach-Weihnachten ohne Lindor geht gar nicht, da bin ich süchtig nach! Und nu??

- Doof ist es, wenn man einen Schal sieht, der sofort das "Haben-Haben-Haben!!!-Zucken" in einem auslöst, man aber zu geizig ist, viel Geld dafür zu bezahlen. Prima dagegen ist es, wenn man nach ellenlanger Suche nach dem Strickmuster endlich fündig wird und sich auch die passende Wolle unkompliziert finden lässt.
Supersaudoof ist es, wenn in besagter Strickanleitung eine Masche vergessen wurde anzugeben und man (weil eigentlich ziemlicher Strick-Amateur) ewig nach der passenden Lösung sucht..!

- Winterliche Schienbeine werden nicht ansehnlicher, wenn man sie tagelang nicht eincremt.

- Mein neuer Freund Benjamin musste Heiligabend wegen des Eisregens ganz alleine feiern, weil kein Zug fuhr, der ihn zu seinen Lieben brachte. Wie traurig ist das denn bitte?! Da möchte man fast weinen, während er einem mit der Schere am Kopf rumfummelt. Kommt aber vielleicht bei den anderen Kunden falsch an.

- Apropos Wetter: hier rasseln die Dachlawinen vom Haus. Weia, machen die einen Krach! Und ich bin erstaunt, wieviel Schnee auf so ein Dach passt und es immer wieder nochmal rumpelt! Was den Hund übrigens zu Panikattacken veranlasst.

- Apropos Hund: übt Angst haben für Silvester. Keine Ahnung, was los ist (die redet ja auch nie..!). Jedenfalls wird sich wieder mal geweigert, freiwillig ins Auto einzusteigen. Einmal drin, kommt sie nur unter Protest wieder raus. Spazieren gehen mag sie momentan auch nicht - ich muss die Töle tatsächlich vom Sofa und die Treppen runterziehen. Das Theater hatten wir letztes Jahr auch schon - aber das kann doch jetzt nicht ernsthaft daran liegen, dass hier vor drei Tagen mal zwei Böller hochgingen???
Jedenfall habe ich beim Tierarzt schon Schlafmittel für den Jahreswechsel besorgt. Vielleicht hilft´s.

- Noch was zum Wetter: ich habe mich hingelegt. Lang. Volle Möhre. Und das schlimme war: es hat nicht weh getan, aber sämtliche Klamotten waren nachher schön klamm. Bäh!

- Auch noch was zum Hund: ich habe gestern festgestellt, dass ich verdammt empfindlich darauf reagiere, wenn jemand meinen Hund grundlos anbrüllt und unerzogen nennt.
Halloooo? Die Erziehung hat mich verdammt viel Geld gekostet! Und dieser Hund hat nix getan, was ein grundloses Brüllen rechtfertigt.
Ich bin Löwe - also merke: Ungerechtigkeiten gehen gar nicht und diesbezüglich habe ich ein Gedächtnis wie ein Elefant! Blöde Tusse!

- Ansonsten: Frei! Weihnachtsferien, sozusagen.
Faul sein mit viel Genuss! Herrlich!!!!

Sonntag, 26. Dezember 2010

Frohes Fest gehabt zu haben!


So ganz vorbei ist es ja noch nicht und Frau Schmitt und ich nutzen den heutigen Nachmittag zum Luftholen und neue Energie tanken - gleich geht es dann weiter an den nächsten festlich geschmückten Esstisch..! (Wer hat eigentlich diese weihnachtliche Völlerei erfunden???)

Wir waren in den letzten zwei Tagen viel unterwegs, haben Familie und Freunde besucht, uns überall reichlich verwöhnen und es und seeehr gut gehen lassen. Schön war´s. Sehr harmonisch, gemütlich, lustig und überraschend. So wie Weihnachten sein soll!
Das ganze dann noch in weiß, wie bestellt! (Na ja, ehrlich gesagt hätte dieses dusselige Wetter wegen mir zu Hause bleiben können. Kein Mensch braucht Schnee auf der Autobahn und ein Auto, dass ein vereistes Hügelchen nicht hochkommt...)

Hoffentlich habt Ihr die Tage auch genießen können und tut es auch weiterhin. Lasst das Wochenende und die schönsten Feiertage im Jahr ganz so ausklingen, wie es Euch gefällt!!

Noch was: Ich habe so viele liebe Weihnachtsgrüße bekommen und es leider wohl nicht geschafft, alle zu beantworten und alle zu bedenken. Wenn ich jemanden vergessen habe: nicht böse sein und sich bitte damit trösten, dass ich zumindest an jeden gedacht habe!!! ;)

Montag, 20. Dezember 2010

Pläne 2011

Nächsten Winter werde ich mich um einen Job bei der Kölner Stadtreinigung bemühen.
Nach meinen Berechnungen müsste man damit locker 4 Monate Zeit und Muße haben, sich an den Füßen rumzuspielen und über die dummen Bürger zu amüsieren, die sich trotz dicker, tagelang anhaltender Schnee-Eis-Schicht auf die (Hauptverkehrs-)Straßen wagen.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Buchtip: Der Seidenfächer

„Der Seidenfächer“ erzählt von der lebenslangen Freundschaft zweier Frauen im China des 19. Jahrhunderts. Lilie wächst als einfache Bauerstochter auf, kann aber in eine wohlhabende Familie einheiraten, da ihre Füße, die traditionell eingebunden wurden, dem gängigen Schönheitsideal entsprechen. Als Mädchen und Frau ist sie für ihre Familie wertlos, erst als sie mit ihrem Mann, den sie erst NACH der Hochzeit kennen lernt, mehrere Söhne bekommt, steigt sie im Ansehen.

Bereits als junges Mädchen wird Lilie mit Schneerose zur Laotong verbunden, ein schwesterlicher Bund unter Frauen, der hoch angesehen wird und die beiden sich gegenseitige, lebenslange Treue schwören lässt.
Schneerose stammt aus einer betuchten Familie, deren Ruf durch die Opiumsucht des Vaters ruiniert wird. Im weiteren Leben hat sie weniger Glück als die geliebte Freundin – sie wird mit einem Metzger verheiratet (ein Beruf, der damals als unrein und verachtenswert galt) und erlebt viele Fehlgeburten.
Während Schneerose dem Leben und den strengen Riten des alten Chinas oft trotzig versucht entgegenzutreten und auf ein selbstbestimmteres Leben hofft, lebt Lilie ganz in dem konventionellen Denken.

Das Buch gibt einen interessanten Einblick in diese fernöstliche Welt, deren Sitten und Gebräuche uns so fremd und seltsam vorkommen. Mich hat vor allem dieses unendlich schmerzhafte Einbinden der Füße, die damit regelrecht verkrüppelt wurden, erschüttert. Aber gleichzeitig hat es mich auch fasziniert, dass diese unschuldigen Mädchen (die Füße wurden im Alter von 6-7 Jahren eingebunden) das Ritual meist als selbstverständlich hinnahmen – ebenso wie ihre Mütter, die sich durch möglichst kleine Füße eine einträgliche Verheiratung ihrer Töchter erhofften.

Der Roman ist fesselnd geschrieben in einer oft sehr schlichten, authentischen Sprache. Sehr empfehlenswert!

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Denkt Euch, ich habe das Christkind gesehen

Es fuhr in einem städtischen Räumfahrzeug und hat es nach 36 Stunden tatsächlich geschafft, die Straßen meines Arbeitsweges vom Schnee zu befreien.
Ich bin begeistert!

Leider hat es wohl vergessen, frisches Streusalz nachzuordern und so hat die Stadt Köln momentan noch Vorräte für einen (EINEN!!!) weiteren Schneefall. Der ist für morgen angesagt und ich fürchte, da wird das Christkind wieder zu viel zu tun haben, um sich um die Straßen zu kümmern...

Dienstag, 7. Dezember 2010

Die gute Tat

Als ich in New York war, hat mich besonders die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen dort fasziniert.

Es ist nur eine Phrase, aber es fühlt sich einfach anders - besser! - an, wenn man im Geschäft mit "Wie geht es Ihnen?" und einem strahlenden Lächeln, anstatt einem müden "Tach!" begrüßt wird. In der U-Bahn war es den Leuten eine Selbstverständlichkeit, uns am Fahrkartenautomaten zu helfen, sobald sie unser großes Fragezeichen auf der Stirn sahen. Unmöglich, auf der Straße in einen Stadtplan zu schauen, ohne Hilfe angeboten zu bekommen.

Mir hat das prima gefallen und ich fand diese Aufmerksamkeit, die die New Yorker den Besuchern ihrer Stadt entgegen bringen, fantastisch. Ein besseres Aushängeschild gibt es für keine Stadt der Welt - solche Menschen machen es den Touristen leicht, die besuchte Stadt zu lieben oder wenigstens in sehr guter Erinnerung zu behalten.

Da ich meine Stadt auch liebe und mich daran freue, wenn Besucher sich hier wohlfühlen und gerne wiederkehren, und da ich sowieso ein netter Mensch bin (Ruhe da hinten..!!!), habe ich mir nach meiner Rückkehr aus New York fest vorgenommen, von nun an ebenfalls mit offenen Augen durch meine Stadt zu gehen und den Touristen Hilfe anzubieten.

So richtig hat das nicht geklappt, zwar habe ich mal beim Fahrplan der KVB Aufklärungsunterricht leisten und auch mal den Weg zum Dom weisen können, aber DAS "New York-Gefühl" stellte sich irgendwie nicht ein...

Bis heute. Heute mittag saß ein sehr englisch aussehendes Paar von vielleicht Anfang 60 auf einer Bank an der Moltkestraße und studierte eingehend einen Stadtplan von Köln. Wer jetzt denkt, ich hätte mich wie ein Geier auf sie gestürzt, um ihnen meine Hilfe aufzudrängen, den muss ich enttäuschen. Auch Gut-Menschen entfällt manchmal ihre Mission und so ging ich erst gedankenverloren zwei, drei Schritte an den beiden vorbei, bis mein Big Apple-Versprechen aufmuckte.
Nach einer 180°-Drehung fragte ich die beiden also brav, was sie denn suchten und ob ich Ihnen helfen könne. Eine Millisekunde schauten sie mich sehr verdutzt an, dann lächelten beide breit und erklärten mir in einem schönen englischen Dialekt, dass sie nur eine kleine Pause machten und sich dabei nochmal den Aufbau der Kölner Ringe auf der Karte anschauen wollten - wie sie hinkämen, wüssten sie aber.
"Thank you for your help!" hörte ich ungefähr 12 Mal in 30 Sekunden und mir war´s fast schon ein bisserl peinlich. Ich hatte ja gar nicht richtig helfen können.

Als ich aber sah, wie beide mich anstrahlten, da hatte ich wieder mein New York-Gefühl im Bauch - diesmal vielleicht nur ein bisschen anders herum. Das war schön - und darum werd ich´s wieder tun. Immer und immer wieder!!! :)

Sonntag, 5. Dezember 2010

Mädchen-Erkältungs-Likör

Wie Ihr ja wisst, bin ich fürchterlich krank.
Ja, nein, es ist noch nicht wirklich besser geworden und ich leide still vor mich hin. Natürlich bin ich schrecklich tapfer trotz Dauerschniefnase und durchhusteter Nächte und der Aussicht, den nächsten Tag nicht ohne Taschentücher zu überleben...

Und so habe ich mich gestern mit schweren Beinen und wattigem Kopf an das Medizinschränkchen begeben, um nach ein paar heilenden Kräutern zu suchen. Gefunden habe ich ein Fläschchen Japanisches Minzöl. Schon die alten Griechen empfohlen Japanisches Minzöl bei zuer Nase und dickem Kopf! Nachteil: es schmeckt nicht... (wie? Äußerliche Anwendung?? Wie langweilig!!!)

Mein eh schon wehes Köpfchen habe ich dann mal ein bisserl rotieren lassen, wie man das Gesunde mit dem Angenehmen verbinden kann.
Et voilà - herausgekommen ist Frau Nicht-Schmitts ultimatives Mädchen-Erkältungs-Likörchen:


100 Gramm Werther´s Echte (die harten! Die weichen tun´s aber sicherlich auch...) in einem Gefrierbeutel mit dem Fleischklopfer bröselig kloppen. 500 ml Sahne im Topf erwärmen (nicht kochen!) und die Bonbons zusammen mit einem dicken Esslöffel Nutella und etwa 50 Gramm Kouvertüre darin schmelzen (das dauert ein bisserl, weil die Sahne ja - möglichst - nicht kochen sollte. - Möglichst - weil sie bei mir natürlich doch gekocht hat. Scheiß Postbote..!).
Wer mag kann das ganze mit etwas Zimt oder Lebkuchengewürz noch weihnachtlich stimmen. Wenn alles geschmolzen ist, 3-5 Tropfen Minzöl hinzufügen und gut durchrühren.
Dann abkühlen lassen.
Zum Schluss 200 ml Whiskey (alternativ einfach Korn) hinzufügen, gut durchrühren und stündlich ein Gläschen genießen.
.
Macht die Nase auf jeden Fall frei und den dicken Kopf merkt man auch nicht mehr!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Sabbatical

...für das Immunsystem.


Das volle Programm für Frau Nicht-Schmitt.
Seit 3 Tagen. Ätzend.
Ich wollte es einmal - ein einziges Mal! - ohne jammern schaffen.
Beim nächsten Mal bestimmt! ;)