Mittwoch, 29. September 2010

Mittwochssplitter

- Eine (große) Runde Mitleid bitte: seit 6 Tagen bin ich heftigst erkältet, das volle Programm. Fieser Husten, schön fest sitzend natürlich, Dauer-Schniefnase, wattiger Kopf. Das Fieber habe ich zum Glück bereits überlebt.

- Der Hund hasst mich, seit ich aufgrund obigen Punkts nur noch im Schleichschritt durch die Lande ziehe. Ja, ich sehe das an seinem Blick! "Was soll das? Mir ist langweilich! Mach hinne!!"
Ich mach aber nicht hinne! Hinne bringt nur Atemnot, Hustenanfälle und Schweißausbrüche - braucht kein Mensch!

- Irgendwann mitten in der stockdunklen Nacht werde ich wach, drehe mich gemütlich auf die andere Seite und danke dem Sandmännchen, dass ich noch schöööön laaaange schlafen kann. Kaum fertig gedacht, klingelt der Wecker und zeigt 6.40 Uhr an.
Häää? Wer hat da vergessen, das Tageslicht anzuknipsen? Das war doch gestern noch nicht so.
Oder???

- Glück gehabt: das Brieflein, das ich heute verschickt habe, wäre beinahe als leeres Blatt Papier beim Empfänger angekommen. Nachdem der Umschlag zu- und die Briefmarke aufgeklebt war, wunderte ich mich doch sehr darüber, dass meine Zeilen daneben lagen. Schön, dass mir das rechtzeitig aufgefallen ist.
Leere E-Mails kann man ja irgendwie erklären, aber Briefe...???

- Nochmal Glück gehabt: 2 Tage stundenlang ohne Ticket mitten in der City geparkt, weil ich zu faul war, in die Garage zu fahren bzw. sicher war, dass der weite, weite Fußweg von 4 Minuten mich umgebracht hätte.
Kein Knöllchen!
(Oder sparen die sich bei mir neuerdings das Papier???)

- Oben unterm Willkommens-Bildchen gibt´s eine neue Rubrik für Bücherwürmer!

Mittwoch, 22. September 2010

Mitsingkonzert

Kennt Ihr diesen Witz:

"Gestern war ich in der Kirche. Da zündet sich der Typ neben mir doch glatt ´ne Zigarette an. Ich konnte es gar nicht glauben - da raucht der in der Kirche!!! Vor Schreck ist mir fast das Bier aus der Hand gefallen!"

An den habe ich mich gestern abend erinnert, als ich in der Kölner Kulturkirche saß und genüßlich mein Bierchen schlürfte. Rauchen durfte ich allerdings nicht - Spaßbremsen, die!

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Zum bereits traditionellen Mitsing-Konzert hatte die Kölner Band BRINGS in die Kirche geladen und ich glaube, alle Pfarrer der Stadt wären froh, wenn sie sonntags so viele Besucher in das Gotteshaus gelotst bekämen, die auch noch mit viel Spaß und lauthals zu einem guten Gelingen beitragen.


Der Abend war toll - allein schon die Atmosphäre und die Akkustik in der Kirche war den Besuch wert. Wenn dann noch meine liebste Kölner Band auftritt, ist´s klar, dass mich nicht viel auf der Kirchenbank hielt, oder!?!

Ich glaube, es ist gut 15 Jahre her, dass ich das erste Mal auf einem Brings-Konzert war. Damals waren sie noch nicht so furchtbar bekannt und vor allem traten sie noch nicht im Karneval auf. Die Lieder aus dieser Zeit, bzw. die, die nicht nur auf "Stimmungsmache" aussind, gefallen mir persönlich besser - aber auch bei den neueren Sachen sind tolle Texte dabei.
Und außerdem bin ich wohl immer noch ein kleines bisschen verliebt in Peter Brings! ;)

Montag, 20. September 2010

Sonntag, 19. September 2010

Von Töpfen und Deckeln

Ich bin ein Gaffer, jawoll, da muss ich mich endlich mal outen!
Es geht sogar noch einen Ticken schlimmer: ich bin nicht nur ein Gaffer, ich habe auch noch diebischen, vielleicht sogar schadenfrohen Spaß dabei!

Ha, das hättet Ihr nicht von mir gedacht, was?!
Sehe ich da ein leichtes Stirnrunzeln? Hier schon den Finger, der meinen Blog von seiner Leseliste klickt? Höre ich ein lautes „Pfui!“?

Na gut – dann Geständnis Nummer zwei: ich gaffe nicht bei Autounfällen und Wohnungsbränden. Gott bewahre! Ich bin diejenige, die als erstes schreit: „Aus dem Weg, ich kann kein Blut sehen!“ und die sich vor imaginären Schmerzen krümmt, wenn sie wilde Geschichten von kleinen Haushaltsunfällen (Fingernagelumknicken, fallende Blumenvasen auf unschuldige Füße etc.) hört. Nee, ich gaffe bei TV-Formaten wie „Bauer sucht Frau“, „Ich lebe ab sofort im Ausland, obwohl ich kein Wort der Sprache kann“ oder „Schwiegertochter gesucht“.
Ehrlich, da könnte ich mich wegschmeißen! Fremdschämen, kopfschütteln, staunen und laut loslachen im Wechsel.
Eine Zeit lang habe ich mich dafür geschämt. Schadenfreude und Überheblichkeit sind keine schönen Eigenschaften.
Inzwischen bin ich der Meinung, wer sich in solchen Sendungen vor die Kamera stellt, der ist es selber schuld. Der hat es nicht anders verdient, als dass ich ihn gehässig begrinse.

Also dann – Hand hoch! Wer hat heute zum wiederholten Male diese Sendung gesehen, in der überschaubar intelligente, unselbständige und eher unschöne erwachsene Menschen, die vorzugsweise noch bei Mutti wohnen, die Liebe für´s Leben suchen?
Du, ja? Ach, und Du auch? Sieh mal an – da sehe ich eine dritte Hand. Vier. Und noch eine! Ich wusste es!

Seit die Muddis im Fernsehen Schwiegertöchter suchen, ist mein unschlagbares Lieblingswort „Kratzbild-Fan“! Ich liebe es!
Bis heute Abend hatte ich keine Ahnung, was Kratzbilder sind, aber der schüchterne Peer hat es seiner Angebeteten und allen Fernsehzuschauern eindrucksvoll demonstriert. Himmel, was man mit einem Messerchen alles machen kann!
Eine der zwei Frauen, die Peer zum Kennenlernen für ein paar Tage zu Hause beherbergt, hat sich allerdings schon wieder verabschiedet – Beate fühlte sich mit der Nebenbuhlerin Tamara zu sehr als „drittes Rad am Wagen“. Da ihre Eltern sie aus dem Westerwald ins ferne Brandenburg chauffiert hatten, um sie heil bei Peer abzuliefern, haben die sie natürlich auch gleich wieder abgeholt.

Den ultimativen Tip für das erste Date hat uns ein singender Howard Carpendale-Imitator aus dem Bergischen Land gezeigt: man serviere einen Mett-Igel. Schön groß und unförmig muss er sein und mit reichlich Zwiebelscheibchen gespickt! Dass ich mit Mettbrötchen sofort zwischen den Zähnen hängende rohe Fleischfetzen assoziiere, spielt keine Rolle – ich bin ja nicht eingeladen.

Günther sammelt Bierdeckel, seine Sammlung besteht aus zigtausenden Pappen („Keiner doppelt!“), die er akribisch und alphabetisch sortiert in Aktenordnern aufbewahrt. Sogar ein eigenes Zimmer hat er für sein Hobby eingerichtet und jeder, der sich in diesem Zimmer umschaut, darf ihm ins Gästebuch schreiben.

Der „vitale Vibrationstrainer“ (immer wieder toll, wie der Sender seine Goldesel betitelt!) Carsten schaut erst mal sehr gut aus und man wundert sich, dass er angeblich seit Jahren keine Beziehung mehr hatte. Als er der tief dekolletierten, sonnenbankverbrutzelten (anderenorts wird sie als "gut abgehangen" bezeichnet, aber hier sind wir ja nicht so fies!) Nageldesignerin und "Masseuse„ Äänschie mit der großen Klappe und dem vermeintlich erotischem Blick verfällt, wundert man sich über nix mehr. So kann das ja nix werden, lieber Carsten – nicht mal deine Mami findet Angie gut!
Zum Ende der Sendung sieht Carsten das allerdings auch ein und gesteht Änschie, dass es wohl doch nicht gefunkt hat.

Hundezüchter André scheint der einzig normale unter den vorgestellten Heiratswilligen zu sein. Und er hat Glück gehabt: er darf auf die (bislang) einzige unkomplizierte und natürliche Frau in dieser Staffel treffen!

Ehrlich, ich freue mich auf nächsten Sonntag und bin sehr gespannt, ob der Howie-Verschnitt die faule Susanne zu einer weiteren Nordic Walking-Runde überreden kann.
Wird Peer seinen Pony wieder so hübsch zurecht gekämmt haben wie ein Kommunionskind?
Und wo stellt André all die Pokale hin, die er auf der Hundeschau mit seinem Yorkshire-Terrier gewonnen hat??? Fragen über Fragen…

Samstag, 18. September 2010

Freitag, 17. September 2010

Vorher


Nachher-Bild folgt... ;-)

Donnerstag, 16. September 2010

Dumm gelaufen

Die Freude über die neu erstandenen, superschönen Stoffe aus Amerika und über die Tatsache, dass ich wieder mal am Zoll vorbeigehuscht bin (…), wird ein winzigklitzekleinesbisschen davon überschattet, dass ich Hornochse beim Waschen der Kostbarkeiten vergesse, den Abwasserschlauch in die Badewanne zu hängen…
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Das Aufwischen von gefühlten 130 Litern Seifenlauge ist ein schmieriges und abendfüllendes Programm…
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Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah……!

Montag, 13. September 2010

Montage (also Mon-Tage und nicht Monntahsche!)

... sind gar nicht so schlimm, wenn man für einen Kunden Weihnachtsstollen testessen "muss" (jahaa, das geht auch schon im September. Da muss man halt mal Abstriche machen von seinen Vorsätzen von wegen "nicht vorm 1.Advent" und so. Alles für den Dackel das Geschäft!).
Wenn man sich dann noch nebenher ein Best of Right Said Fred runterlädt ... hach...

Sonntag, 12. September 2010

12 von 12 im September

Der diesjährige "Tag des offenen Denkmals" stand unter dem Motto "Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr". Auch in Köln wurden zu diesem Thema Führungen zu vielen interessanten Objekten angeboten und ich konnte mich kaum entscheiden zwischen einem Besuch auf dem Melatenfriedhof (der wirklich sehenswert ist!), des Dom Hotels, des Hafenamts oder des EL-DE-Hauses.

Letztendlich hat aber der Lokalpatriotismus gesiegt: erstmals wurde in unserem Stadtbezirk eine Besichtigung der Rodenkirchener Autobahnbrücke angeboten und das fand ich nicht nur superspannend (weil ich ja normalerweise immer nur mit dem Auto über die Brücke fahre), es war auch das Angebot mit dem kleinsten "Anreiseaufwand" - was sonntagsmorgens um 11 Uhr ja auch nicht unwichtig ist! ;-)

Mit Uschi bin ich also zum angegebenen Treffpunkt gefahren. Leider stellte sich aber schnell raus, dass wir offensichtlich bei der "falschen" Besichtigungstour gelandet waren - besagte Brücke wurde ziemlich links liegen gelassen und wie wir vom Stadtführer erfuhren, hätte man sich für die Brückenführung extra anmelden müssen. Schade nur, dass diese kleine Voraussetzung im Programmheft absolut unter den Tisch gekehrt bzw. diese Tour gar nicht gesondert aufgeführt wurde.

Natürlich haben wir die Besichtigung trotzdem mitgemacht - und ich habe tatsächlich auch noch Neues über meinen Stadtteil erfahren. Thema war insbesondere die Handelsschifffahrt zu Zeiten, als es noch keine motorisierten Schiffe gab.
Ich nehm Euch mal mit auf einen kleinen Rundgang!

Fangen wir an am wohl bekanntesten Restaurant Rodenkirchens, dem "Treppchen". Seit 1656 befindet sich dieses Gasthaus direkt am Rheinufer im historischen Ortskern - und wie ich heute gelernt habe, war diese Lage wohl schon immer sehr einträglich. Hier endete vorerst das begehbare Ufer, an dem die Schiffe, die flussaufwärts fahren wollten, von Pferden gezogen wurden.
Die sogenannten "Leinenreiter", die die Pferde führten, machten also hier Rast - und ließen sicherlich einigen Sold hier.


Das ist auch heute noch kein Problem: das Treppchen zählt zu den teuersten Restaurants Kölns, wenn auch die Qualität der Speisen immer wieder bemängelt wird. Der frühere Glanz vieler Prominentenbesuche und die sehr schöne Terrasse sind es jedoch wohl so manchem Gast wert, hier an die 5 Euro für ein Softgetränk zu zahlen. Wer´s mag...

Die Kirche Alt St. Maternus ist winzig klein und wird gemeinhin nur das "Kappellchen" genannt. Sie stammt aus dem 10. Jahrhundert und ist innen... wenig aufregend. Nur ihrer romantischen Lage zwischen alten Fachwerkhäusern und huckeligen Pflasterstein-Wegen ist es wohl zu verdanken, dass sie gerne für Hochzeiten genutzt wird.

Hier seht Ihr das Kappellchen nochmal von der Uferseite aus.
Es steht auf einer Anhöhe, die es größer wirken lässt, als es tatsächlich ist und die Basaltsteinmauer, die es umgibt, zeigt noch Einschnitte der Hanfseile, mit denen die Schiffe früher den Rhein hochgezogen wurden.
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Das ist die Autobahnbrücke, die ich heute zu gerne zu Fuß besichtigt hätte.
Sie wurde zwischen 1938 und 1941 erbaut und war damals die weitestgespannte Hängebrücke Europas.
Für mich ist sie heute einfach die Brücke, die ich bei 80% meiner Autobahnfahrten überqueren muss, um an mein jeweiliges Ziel zu kommen.
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Der Kern von Rodenkirchen hat - neben manchen neuzeitlichen Bausünden - einige sehr schöne alte Häuser zu bieten. Zwischendrin findet man immer wieder moderne An- und Neubeuten, die sich oft sehr passend in das allgemeine Bild einfügen.


Dies hier ist die ehemalige Dorfschule, heute ein Wohnhaus. Meine Oma wohnte genau gegenüber in einem wunderschönen Haus direkt überm Wasser. Über, weil die Straße auf einem kleinen Hügel liegt. Wenn wir sie besuchten, war der erste Weg ans riesige Panoramafenster im Wohnzimmer, wo sie ein Fernglas liegen hatte, mit dem wir die Kapitäne bei ihrer Arbeit beobachteten. Und wenn uns das zu langweilig wurde, bespuckten wir die Spaziergänger unten am Rhein mit Kirschkernen...


Ein altes Fischerhäuschen, von denen es hier einige sehr liebevoll aufgepäppelte gibt. Nur bezahlen kann man sie leider nicht...

Nein, das ist kein Gefängnis - das ist ein altes Fährhaus, in dem heute ebenfalls ein Restaurant untergebracht ist, das schlüssigerweise den Namen "Fährhaus" trägt!
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Ist das nicht ein superschönes Beispiel für die Harmonie zwischen alten und neuen Bauwerken??
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Das Ufer ist gesäumt von wunderschönen alten Villen. Ein Stück weiter stromaufwärts gibt es ein ganzes Viertel voller moderner Traumhäuser. Vielleicht zeige ich Euch die bei einem der nächsten 12-von-12!
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Bild Nr. 12 ist nicht vom heutigen Tag - aber ich habe tatsächlich nur 11 brauchbare Fotos gemacht heute (das Wetter..!). Also zeige ich Euch noch ein Fundstück aus der Innenstadt, das mich immer wieder zum schmunzeln bringt:

Mittwoch, 8. September 2010

Manchmal

... schafft es eine kleine Begebenheit, mir an grauen und regnerischen Tagen wie diesem bereits am Morgen ein breites und gehässiges Grinsen ins Gesicht zu zaubern!

Die Ausgangssituation:
Da, wo ich wohne, sind Parkplätze heiß begehrte Mangelware. Zum einen gibt es mittlerweile viel zu viele Anwohner und die Leute, die einen Tiefgaragenplatz besitzen, nutzen ihn nicht, weil das offensichtlich Mehraufwand bedeutet.
Das ist an "normalen" Tagen schon äußerst nervig - sommertags aber, wenn zudem noch die ganzen Schönwetter-Touris kommen (wir wohnen direktemang am Rhein und manche Leute werden wie Schmeißfliegen von der am Wasser anliegenden Gastronomie angezogen...), macht sich da schon mal dezente Aggression breit...

Die Sommertage sind nun (diesbezüglich zum Glück!) vorbei und die Parkplatzsituation pendelt sich wieder auf den normalen Alltag ein. Soll heißen: der Letzte hat Pech gehabt und der bin leider meistens ich... Aber das ist jetzt hier nicht Thema. Auch nicht, dass der Arsch von Kioskbesitzer in Parterre vor einer Woche ein absolutes Halteverbot vor unserem Haus erwirkt hat, damit man seine Schaufensterdeko besser bestaunen kann. Womit wieder zwei Parkplätze wegfallen. Aber who cares?

Der Nachbar, der mich heute morgen so herrlich zum lachen gebracht hat, wohnt ein Haus weiter. In seiner Familie gibt es zwei Autos, einen Volvo und einen alten Mercedes, deren Zusammengehörigkeit man nicht nur sehr gut an den fast identischen Nummernschildern erkennt. Viel auffälligeres Verbundenheitskennzeichen ist die Art und Weise, wie diese Wagen geparkt werden.
Noch nie, nie, nie habe ich gesehen, dass eins dieser Autos gerade in einer Parklücke stand. Reinfahren, aussteigen, fertig. Rangieren gibt es nicht.

Ich parke, also bin ich!
Nach mir die Sintflut.

Wenn brave Bürger anständig parken, sieht das bei uns so aus:


Wenn Herr Mercedes-Volvo parkt, schaut das so aus:
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Schief.
Er lässt sein Auto eher fallen, als dass er es parkt. Man kann das nicht "einparken" nennen, was er mit diesen Fahrzeugen betreibt. Sie werden abgestellt, vorzugsweise halb quer.
So auch gestern abend wieder - der einzige freie Parkplatz weit und breit befindet sich neben dem goldbraunen Mercedes. Und der steht wieder mal völlig windschief, so dass der Raum neben ihm doch arg beschränkt ist.
Mir fehlt die Lust, mich in diese Lücke rein- und aus dem Auto rauszuquetschen - also ziehe ich es vor, im Parkverbot zu parken. Nicht ohne mich fürchterlich über diesen egoistischen Nachbarn aufzuregen, den ich zu gerne mal Auge in Auge treffen würde! Ha, das gäbe eine Party!

Die hatte ich dann heute morgen. Yeah!!
Auf dem Weg zu meinem Auto treffe ich auf besagten Nachbarn. Der steht sehr verzweifelt schauend vor seinem Auto. An das er nicht rankommt.

Weil ein anderer Parker sich nicht hat abhalten lassen von der Enge der Parktasche und den Dünnbrettparker nach allen Regeln der Kunst zugeparkt hat. Zwischen den beiden Autos war eine Handbreit Platz. Freundlicherweise hat Parker Nr. 2 sein Auto dann auch wirklich eng vor die Hauswand gestellt. Da muss man sich schon ein bisschen quetschen...


Mir ist es ein Rätsel, wie er selber sich aus diesem Parkgefängnis befreit hat - ich vermute ja fast, er hat im Auto genächtigt. Hauptsache Parkplatz!
Für den zufriedenen Lacher aus meiner gerächten Seele verdient er sich aber auf jeden Fall das goldene Parkticket am Band!

Und den Volvo-Man, den habe ich gar nicht mehr angesprochen.
Sein Gesicht und die Hilflosigkeit in seinem Blick, die waren mir genug!

Donnerstag, 2. September 2010

Manufactur

Man könnte fast annehmen, ich bin der spätsommerlichen Faulheit erlegen - aber denkste!
Der Sommer Zwanzichzehn ist nicht gerade das Paradebeispiel für süßen Müßiggang mit Füßen im Wasser und Sandkörnern am Ellbogen und anstatt die Abende mit erfrischendem Mädchen-Bier in lauer Luft zu genießen, hacke ich (fast schon wieder) Kaminholz und lasse das Nähmaschinchen heiß laufen.

So langsam überdenke ich die Produktion für den diesjährigen Weihnachtsmarkt und nebenbei sind noch ein paar unweihnachtliche Sachen entstanden.
Die allerbeste Eve hat mir zum Geburtstag u.a. ein Stückchen Stoff geschenkt - selber bedruckt mit einem würdigen Motiv. Dies habe ich zum Kissen umgearbeitet und finde, es passt ganz ausgezeichnet zu meinem Sofa und den anderen Kissen. Nochmal ganz herzlichen Dank, Eve!!


So langsam komme ich in das Alter, in dem die Kinder meiner Freundinnen Kinder bekommen (oh mein Gott...!!!). Na ja, um mich selber zu beruhigen, muss ich wohl dazu sagen, dass besagte Freundin sozusagen meine älteste und sehr wohl in dem Alter ist, Oma zu werden.
Für die kleine Lena habe ich als Begrüßungsgeschenk ein Raschelschnuffeltuch (Idee von hier) genäht und ein paar Erstlings-Blahniks gehäkelt.
Himmel, waren die klein... Ich hab sie ganz schnell verschenkt - bevor Baby da wieder rausgewachsen ist..!!


Und dann habe ich endlich DIE Tasche genäht, die mir schon länger im Kopf rumschwebte. Dunkelgraues Wildlederimitat außen, hellgrauer Nadelfilz innen, dazu ein bisserl Rüsche und Spitze und das zweite Rehlein, das Stephi mir schon vor Urzeiten gestickt hat.


Tja, und als die Tasche fertig war, war sie gar nicht mehr so sehr meine Traumtasche.
Das Format ist nicht meins - ich wühl mich tot. Der Reißverschluss hat Wellen geworfen. Und da drinnen ist es so dunkel... ob es Kühlschranklicht für Handtaschen gibt?
Aber ich habe mir die Worte einer sehr netten Dame ("Du bist immer so fürchterlich selbstkritisch!") zu Herzen genommen und nehme die Tasche trotzdem jeden Tag ins Büro mit! ;-)

Mittwoch, 1. September 2010