Freitag, 21. Dezember 2007

Merry christmas everybody!


Püppi Knackwurst und ich verabschieden uns in den Weihnachtsurlaub!
Euch allen eine schöne Zeit und kommt gesund wieder!!!

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Ick will Dir fressen!

Muss ich am Respekt meines Hundes zweifeln, wenn der auf dem Spaziergang immer versucht, in meine Finger zu beißen und sie mit sich zu ziehen???
Heute morgen war ich jedenfalls erst mal ganz schön erstaunt, als Schmitti ständig an mir hochsprang und nach meinen Händen zwickte.
Bis mir dann des Rätsels Lösung einfiel: vor einiger Zeit habe ich aus akutem Mangel an Stöckchen, mit denen Hund spielen kann, auf meinen kleinen blauen Regenschirm zurückgegriffen. Der bommelte mir gerade so am Handgelenk rum, hatte nix zu tun und sah aus wie ein Stock. Ein blauer Stock wohlgemerkt. Also wurde er kurzerhand zum Spielzeug degradiert und Frau Schmitt trug ihn stolz wie Oskar durch den Forstbotanischen Garten. Seitdem hat dieser Stock Schirm (es ist übrigens kein Stockschirm!) einen hohen Stellenwert bei ihr. Ist er beim regenlosen Spaziergang dabei, besteht sie darauf, ihn mit sich rumzutragen. Den blauen Schirm.
Dummn nur, wenn die Handschuhe, die ich gelegentlich trage, genauso blau sind und ebenso nutzlos an meinen Händen rumbaumeln... ;-)

Dienstag, 18. Dezember 2007

Gestatten: Bestatter

Dass ich ein großer Fan des Bestatter-Weblogs bin, habe hier ja schon mal erwähnt. Tom erzählt die Geschichten aus seinem Arbeitsleben in einer wirklich lesenswerten Art, in der man zwischen schmunzeln, weinen und laut lachen schwankt.
Nun ist sein Buch in der Mache - eine Zusammenfassung der besten Geschichten und wie Tom versprochen hat, wird es auch einige neue geben, die man bisher nicht im Blog fand.
Ich kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen und bin sicher, dass Ihr Spaß daran haben werdet! Bestellen kann man es hier - und je schneller man bestellt, desto mehr Rabatt gibt es!

Montag, 17. Dezember 2007

Da könnte man neidisch werden..!!

Dass Essen zu meinen liebsten Hobbies gehört, ist kein Geheimnis. Dass sich jedes Gramm auf meiner Waage wiederfindet, auch nicht.
Manchmal denke ich auch, mein Sättigungsgefühl ist mir irgendwo unterwegs abhanden gekommen, denn es gibt Tage, an denen ich immer weiter leckere Dinge in mich reinstopfen könnte.
Der Besuch diverser Kölner Weihnachtsmärkte hat mir dann aber doch gezeigt, dass bei mir soweit alles in Ordnung ist!
Kaum sind wir am Dom aus der Bahn gestiegen, steuert Daggi zielbewusst auf den Stand mit den leckeren Schupfnudeln zu und beide lassen wir uns eine köstliche Portion schmecken. Schupfnudeln sind megalecker, stopfen aber auch gewaltig, und so bin ich danach pappensatt. Also genehmigen wir uns zur Verdauung erst einmal einen Eier-Punch. Mmmmh...!!!!
Noch immer keinen anderen Stand gesehen, fällt Daggi ein, dass sie nun einen Backfisch essen möchte. Ich schaue sie mit großen Augen an. "Bist du sicher??"
Sie lässt sich nicht beirren, schnurstracks geht es zu der Hütte mit dem Backfisch - zum Glück lässt die lange Schlange davor Daggi von ihrem Vorhaben absehen.
Weiter schieben wir uns durch das Gewühl. Es ist rappelsvoll und macht eigentlich nicht wirklich Spaß. An die einzelnen Stände kommen wir kaum heran. Also beschließen wir, zum Alter Markt weiter zu spazieren.
Wenn... ja, wenn da nicht die Crepe-Bude im Weg stünde... "Oh, lecker, ich muss einen Crepe essen!" höre ich es neben mir. Da die Schupfnudeln schon 10 Minuten in meinem Bauch lagern, stimme ich einem kleinen Dessert zu und so reihen wir uns in die Schlange ein. "Nutella oder Pflaumenmus? Was meinst Du?" frage ich Daggi.
"Nee nee, ich will einen vernünftigen mit Schinken, Käse und Ananas!" lautet die beinharte Antwort.
Nach meinem süßen Crepe bin ich voll bis oben hin, neben mir schaut sich Daggi schon grinsend nach der nächsten Fressbude um.
Am Alter Markt angekommen, fällt ihr Blick auf einen Stand mit Dampfnudeln, Apfelpfannkuchen und sonstigen Leckereien. Die Entscheidung fällt ihr schwer und ich vermute, dass sie sich am liebsten eine kleine Auswahl von allem zusammenstellen lassen würde. Die Wahl fällt dann auf einen Apfelpfannkuchen. Groß, dick, fettig und köstlich. Nicht für mich. Ich muss aufgeben, es passt gerade noch ein weiterer Eier-Punch hinein. Den gönnt Daggi sich zum endgültigen Nachtisch.
Und als sie dann bei mir zu Hause noch über die Kekse herfällt, kann ich nicht anders: ich muss sie beneiden um diese Verfressenheit, trotz derer sie ein Figürchen wie eine Primaballerina hat..!!! ;-)

Freitag, 14. Dezember 2007

"Nach Holland geht es immer geradeaus!"

... sagte Opa Helmut immer, wenn Inge, die Girlies und ich die Ferien dort oben am Meer verbrachten und vorher schon Angst hatten, dass wir uns im Antwerpener Nadelöhr verfahren könnten.
Wie so viele seiner Weisheiten garnierte er auch diese mit dem spitzbübischem Lächeln und dem charmanten Blitzen in den Augen, das ihm so zu eigen war.
Gestern ist Helmut gestorben. Ich hätte ihm so sehr gewünscht, dass dieser letzte Weg für ihn auch einfach geradeaus gegangen wäre. Es war ihm leider nicht vergönnt - einige Umwege musste er auf sich nehmen und oft haben wir uns gefragt, warum ausgerechnet so ein lieber Mensch nicht einfach friedlich einschlafen darf?
Mach es gut, lieber Helmut. Ich werde immer gerne an Dich denken - und dabei immer ein leises Lächeln im Gesicht haben.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Weihnachts-Kuriositäten 4

Im Büro tanzt der Bär im Kettenhemd.
Mir brummt der Schädel vor lauter "Jahresend-Zahlen" und "Diese-Woche-Nochs" und so ist es kein Wunder, dass der beste Chef von allen und ich uns in die Wolle kriegen, wegen eines blöden Kartons - der in meinen Augen volle Daseinsberechtigung hat, in seinen aber der Ästhetik nicht stand hält. Himmel(zensiert)undzwirn!

Wenigstens ein Bildchen möchte ich aber heute noch verewigen aus unserer Reihe "Die kommerziellen Seiten von Jesu Geburt".

Und nun, lieber Gott, lass´ Wochenende werden!

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Mitbürger

Ich mag die Frau unten im Kiosk.
Wirklich!
Ich halte gerne ein Schwätzchen mit ihr und erkläre ihr auch gerne immer wieder, dass ich nur EINEN Hund habe und nicht immer mit einem anderen in ihren Laden komme. Über spannende Themen wie Kindergartenferien, Raucherlungen und BH-Größen können wir uns sehr nett austauschen und ich finde die kleine, südländische Frau mit dem wilden Haarschopf und dem freundlichen Lachen wirklich niedlich.
Ich mag auch ihren Mann. Ihren kleinen Sohn, der mir nie verraten will, wie er heißt. Die Schwiegermutter. Und neuerdings auch den angeheirateten Cousin, der im Laden mit aushilft.

Was ich nicht mag ist, dass wir immer wieder Kommunikationsprobleme haben und ein Gespräch mit ihr deshalb sehr anstrengend werden kann. Ich verstehe oft nur die Hälfte, weil ihr deutsch nicht wirklich gut ist, und so fällt es mir oft schwer, ihr geistig zu folgen. Bisher haben wir das immer mit einem Lächeln gemeistert - mir war´s recht schnuppe, wenn wir mehr oder weniger aneinander vorbei geredet haben, auf das Miteinander an sich kommt es doch an. Und auch, dass sie nicht rechnen kann und mir gerne schon mal ein paar Cent Wechselgeld zu wenig gibt (nie zuviel!), stört mich nicht wirklich. Ab in die Kaffeekasse damit.

Nun aber habe ich gestern 27 Weihnachtspäckchen für unsere Kunden zu ihr gebracht, da sie auch einen DPD-Service anbietet. Diese Päckchen müssen bei ihr registriert werden, in eine Liste eingetragen und jedes bekommt noch dreieinhalb Aufkleber aufgepappt, bevor der DPD-Mann es abholen kann. Es soll ja alles seine Richtigkeit haben. Dass sie diese Arbeit nicht innerhalb von 10 Minuten erledigen kann, war mir völlig klar, und so bot ich an, eine Stunde später meine Belege und die benötigte Quittung abzuholen.
Leider war sie mit ihrem Mann gerade beim Mittagessen, als ich wieder kam. Er stellte mir zumindest schon mal die Quittung über den Gesamtbetrag aus und ich kündigte an, dass ich heute die einzelnen Paketbelege abholen würde.
Im Büro angekommen stellte ich fest, dass die Quittung für´n Arsch unbrauchbar war, da sie lediglich die Summe enthielt. Sonst nix.
Keine Adresse des Ladens, kein Verwendungszweck und schon gar keine Umsatzsteueridentifikationsnummer.
Gerade eben wollte ich nun die restlichen Belege abholen, dabei sollte auch die Quittung vervollständigt werden. Und oh Schreck: alle Pakete standen noch dort, wo ich sie abgestellt hatte. Nein, nicht alle: tatsächlich hatte sie es geschafft, dem Paketdienst sechs Stück schon mitzugeben. Die restlichen gingen heute raus, erklärte sie mir lächelnd.
Den Stempel für die Quittung pappte sie an die einzig falsche Stelle auf dem Papier. Bei dem Wort Umsatzsteueridentifikationsnummer schaute sie mich aus kugelrunden, braunen Augen erstaunt an. Nie gehört!
Verständlich, ich habe auch null Ahnung, was dieses Wort auf türkisch heißt - ich habe aber auch kein Geschäft in Istanbul.
Ordner wurden gewälzt und ich konnte sie gerade noch davon abhalten, die Versicherungsnumemr ihres Autos auf meine Quittung zu schreiben. Nun werde ich nochmal in den Kiosk gehen müssen. Meine restlichen Belege abholen und darauf hoffen, dass der Gatte ein bisserl mehr Ahnung von deutscher Bürokratie hat.

Und irgendwie kam mir dabei in den Sinn, dass ich immer über die deutschen Leutchen im Fernsehen den Kopf schüttele, die ins Ausland auswandern, um dort zu arbeiten, kein Wort der dortigen Sprache können und sich über ihre Schwierigkeiten dort wundern...

CrashBoomBang

An der recht unübersichtlichen und gut befahrenen Kreuzung direkt unter meinem Bürofenster ist seit gestern die Ampel ausgefallen. Anstatt einen Verkehrspolizisten in die Mitte zu stellen, ist die Polizei nun schon ab und an mal hier vorbei gefahren und bewundert das gleichmäßige orangene Blinken in den Ampeln.
Einige Male haben diverse Bremsen schon heftig gequietscht - nun warte ich darauf, dass auch mal ein metallisches Scheppern dazu kommt...

Montag, 10. Dezember 2007

Klingeling....

... hat das Christkind der Paketbote gemacht. Und mein erstes Weihnachtsgeschenk gebracht. Das, das ich mir selber gemacht habe... Freu!!!

Weihnachts-Kuriositäten 3


Köln rockt. Auch zur Weihnachtszeit! ;-)
(Die miese Bildqualität bitte ich zu entschuldigen. Das kommt halt dabei heraus, wenn man aus dem Auto heraus an einem grauen Regentag fotografiert..!!!)

Spielkreis

Schmitti wird von einem jungen, ca. 4 Monate alten Golden Retriever angebellt.
1 Mal, 15 Mal, 39 Mal... Danach habe ich aufgehört zu zählen. Goldie-Baby geht mir auf den Keks, weil man sein eigenes Wort nicht mehr versteht und das Gekläffe allmählich in den Ohren weh tut. Schmitti sieht auch recht genervt aus, bleibt mit stoischem "Ich guck durch dich durch!-Blick" vor dem anderen Hund stehen und rührt sich nicht. Kommt Goldie einen Ticken zu nah heran, zeigt Frau Schmitt ganz leicht die Spitze ihres Eckzahns.

Die Besitzerin des nervtötenden Kläffers trägt ein keckes Baskenmützchen über ihrem spaghettiblonden Schopf und scheint die Geräuchkulisse ganz normal zu finden. Sie wirkt wie jemand, der solche Eskapaden mit seinem Hund erst mal Auge in Auge bei einer Tasse Tee ausdiskutieren möchte.

"Ist Ihr Hund schon älter?" fragt sie mich.
"Nein, anderthalb. Wieso?"
"Weil er mit meinem nicht spielen will."
"Ach, Ihrer will spielen? Ich dachte, er kläfft lieber!"
"Nein, das ist seine Spielaufforderung, aber ihr Hund reagiert ja gar nicht darauf.."
"Wenn mein Hund könnte, würde er sich lieber die Ohren zu halten, als mit Ihrem Hund zu spielen!"

So gehen wir wieder jeder seines Weges.
Und ein klein wenig fühle ich mich wie eine der Mütter auf dem Kinderspielplatz...

Freitag, 7. Dezember 2007

Weihnachts-Kuriositäten 2

Es geht weiter.
Die schlechte Bildqualität bitte ich zu entschuldigen, meine Kamera ist offensichtlich kein Nachtmensch...

Ein Baukran auf der Bonner Straße, weihnachtlich geschmückt. So doof das einerseits aussieht - wenn man drauf zufährt, hat das Ding schon was.

Und über die bildlich festgehaltenen Sprit-Preise werden wir in 10 Jahren überheblich grinsen und unseren Enkeln erzählen "Ja, damals... da konnte man sich das Benzin noch leisten..!"

Beim Anblick dieses Niko-Monsters ist mir fast der Atem gestockt. Sieht er nicht aus, als würde er laut und gruselig "Buuh!" rufen und kleine Kinder erschrecken?

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Verf(zensiert)e Sch(zensiert)!!!

Nachdem ich nun fleißig geflucht habe, trete ich an die Leute mit Ahnung heran und bitte um Mithilfe / Aufklärung / Trost:
Warum habe ich bei Texten, die ein Foto beinhalten, immer zwei verschiedene Schriftgrößen und bekomme das nicht geändert??? Mein ästhetisches Auge macht das nicht mehr lange mit!!

Außerdem: seit heute ist meine komplette blogger.com-Seite englisch. Ich kann anklicken, dass ich sie auf deutsch sehen will, ich kann auch koreanisch oder finnisch angeben - abgesehen davon, dass ich das nicht lesen könnte, passiert nichts! Nichts!! Es bleibt alles englisch.
Und auch wenn ich der englischen Sprache einigermaßen mächtig bin... ICH HABE KEINE LUST DARAUF!!! Ich will nicht nachdenken beim bloggen - ich will alles gleich und sofort und richtig verstehen. Also bitte - Help!! (deutsch: Hilfe!!)

You´ve got a friend


Ich dachte, ich täte Frau Schmitt einen Gefallen, als ich ihr diesen kuschelweichen, reinweißen, fast zwillingsgleichen und sooo süßen Freund an die Seite stellte. Aber ihr Gesicht spricht Bände und Bärchen wird stoisch ignoriert... Undankbares Pack!

Weihnachts-Kuriositäten

Schon auf der Heimfahrt gestern vom Büro fiel mir auf, wie hell erleuchtet die Straßen in dieser vorfreudigen Zeit doch wieder sind. Was nicht daran liegt, dass der Dom nun die ganze Nacht durch angeleuchtet wird (Sponsoren sei Dank!), sondern an all den häßlichen geschmacklich im Wettbewerb stehenden Dekorationen, die jedes zweite Haus so hergibt.

Auch beim abendlichen Spaziergang mit Frau Schmitt habe ich allerorts Lichterglanz gesehen. Mal wirklich schöne, einladende Dekorationen - mal welche, die mir in den Augen weh taten. Und so habe ich beschlossen, abends nun nur noch mit der Kamera loszuziehen und diese Augenweiden mit Euch zu teilen. Vielleicht sollten wir einen Wettbewerb daraus machen. Wer mir das kurioseste Weihnachtsdeko-Foto mailt, gewinnt einen hübschen Preis!

Da ich gestern natürlich noch keine Kamera dabei hatte (das Bedürfnis kam mir ja erst mittendrin), musste ich für den Anfang auf das naheliegendste zurückgreifen. Wobei diese Terrasse in diesem Jahr wirklich harmlos aussieht und ich dafür auch schon mein Lob und meinen Dank ausgesprochen habe. Wenn ich nun leider auch nicht auf das Licht in meiner eigenen Wohnung verzichten kann, weil das von unten nun doch nicht ausreicht..! ;-)

Dienstag, 4. Dezember 2007

Schlager-Proll

Im Sommer gehören sie zum täglichen Bild im Straßenverkehr. Weit geöffnete Autofenster, aus denen - über den lässig drapierten Ellebogen hinweg - viel zu laute Musik quillt, deren Bässe an der Hauswand des Kiosks abprallen, rüberhüpfen zum Blumenladen und im Buchantiquariat noch den alten, grauhaarigen Verkäufer wecken.
Besonders schön ist das hier in meinem Büro, weil unser Haus direkt vor einer Ampel steht. Einer Ampel, die immer - ich betone (bitte hinhören, liebe Stadtplaner!): immer!!! - auf Rot steht. Und so komme ich bei 30° C im Schatten, mit am Schreibtisch festklebenden Unterarmen und notorischem Freiheits-Badesee-Drang alles geboten: House, Turkish Pop, R´n´B, Electro, Hip Hop... das volle Programm.
Der beste Chef von allen und ich überlegen dann hier oben im zweiten Stock immer, wie der Schwachmat wohl aussehen mag, der da unten die Straße beschallt. Dass es keine SchwachmatIN ist, darin sind wir uns irgendwie unausgesprochen einig!

Jetzt aber geht es strack auf den Winter zu. Es ist ziemlich usselich da draußen, von Sonne und Badesee-Wetter keine Spur. Die Neigung geht eher zu heißer Schokolade am Kamin respektive Autoheizung und Klimaanlage für die beschlagenen Scheiben. Eine beschauliche Jahreszeit, auch oder ganz besonders was die Auto-Straßen-Beschallung angeht.

Und doch ist einer übrig geblieben von den Liebhabern lauter Musik.
Heute mittag hat er sich an den Friesenplatz gewagt. Ein kleiner, fetzig-silberner Mini, röhrender Motor, heruntergelassene Fensterscheiben, der obligatorische Ellebogen gekleidet in einen Lederjackenärmel. Kaugummikauender Typ. Sonnen(?)brille auf den Kopf geschoben. Dazu die unverzichtbare Beschallung. Laut, dröhnend.
Und doch war etwas anders.
Etwas, das mich verdammt breit grinsen ließ.

Ungefähr dieser Text:

"...Einmal ja gesagt - für immer ja gesagt,
ein Ja, das für mich täglich wahr ist.
Einmal Ja, ich will - für immer Ja, ich will
zu Dir gehör´n in Freud und Leid..."

Kinners, ist das nicht wunderschön??? ;-)
Luis Loddel macht einen auf romantisch.
Oder kam er gerade vom Scheidungstermin????

Verwackelt

(Foto: Lars Kunze via pixelio)


So wie auf dem Foto da oben, so fühle ich mich momentan.
Besser gesagt: so sehe ich momentan.

Eben habe ich meine Brille beim Optiker gegenüber zur Grundreinigung abgegeben, in einer halben Stunde kann ich sie abholen. Ich weiß nicht, wie lange es her ist, dass ich ohne Brille durch die Straßen spaziert bin... zumindest weiß ich aber jetzt, warum ich es nicht getan habe!!!

Montag, 3. Dezember 2007

Kim Novak...

Auch wenn dieser Blog langsam zu einer heimlichen Werbeseite verkommt - ich muss Euch einfach das Buch vorstellen, das ich gerade gelesen habe:

Hakan Nesser

"Kim Novak badete nie im See von Genezareth"


In einem verschlafenen schwedischen Dörfchen verbringt Eric, 14, zusammen mit seinem gleichaltrigen Freund Edmund und seinem Bruder Henri den Sommer an einem kleinen See im familieneigenen "Haus Genezareth" - während seine Mutter daheim im Sterben liegt und der Vater tagtäglich an ihrem Krankenbett sitzt.
Da besagter Bruder acht Jahre älter ist, hat er natürlich andere Interessen als die pubertierenden Jungs, und so sind die beiden ziemlich auf sich allein gestellt und genießen den Sommer mit einem ganz besonderen Abenteuer: dem Drahtseilakt des Erwachsenwerdens. Heimliche Zigaretten werden geraucht, die sonnigen Tage mit süßem Nichtstun am See verbracht, nächtliche Radtouren zum Knacken von Kaugummiautomaten unternommen und aus der Ferne die hübsche Tochter des Tante Emma-Ladens bewundert.
Zwischen Eric und Edmund, die vor diesem Urlaub nicht viel miteinander zu tun hatten, entwickelt sich eine innige Freundschaft, in der beide gelegentlich den "harten Kerl in sich" unterdrücken und sich gegenseitig von den Geheimnissen und Sorgen ihrer Familien erzählen. Das verbindet!
Als Henri eine Affäre mit Erics Lehrerin Ewa beginnt, sind Eric und Edmund zwiegespalten. Ewa ist eine tolle Frau, die große Ähnlichkeit mit Kim Novak hat, und beide Jungs sind heimlich in sie verliebt. Aber sie ist auch verlobt - mit einem Handball-Profi, der keinen besonders freundlichen Eindruck macht. Erst recht nicht, als er hinter das Verhältnis von Henri und Ewa kommt.
Als der Handballer eines Nachts tot - erschlagen durch einen Vorschlaghammer - auf dem Parkplatz von Genezareth aufgefunden wird, gerät Erics Bruder schnell unter Verdacht...

Das Buch ist kein Krimi, kein Jugendroman und kein Liebesgeschichte - und doch von allem etwas. Es gibt keine laute Action, und dennoch ist es spannend bis zur letzten Seite. Es sind tolle Figuren, denen man in diesem Roman begegnet und auch sprachlich macht er einfach Spaß!

The Zimmers

Ich bin ja nicht immer die Schnellste und so mancher Trend kommt bei mir erst an, wenn er schon fast keiner mehr ist.
Das ist vielleicht eine kleine Gemeinsamkeit, die ich mit den Mitgliedern der Band "The Zimmers" habe - gestern hörte ich erstmals von ihnen, als sie bei Kerner in der Show "Menschen 2007" auftraten. Meine Begeisterung war riesig, mein Erstaunen über diese fitten Rentner fast noch größer.




Das Durchschnittsalter der fröhlichen Rentner-Band beträgt 78 Jahre, der feurige Lead-Sänger ist stolze 90 Jahre alt. Alf Carretta hat kaum mehr Zähne im Mund, über sein Gesicht zieht sich ein feines Netz tiefer Falten - und dennoch wirken er und seine Mitstreiter wie ein Haufen verrückter Teenies, die es mit dem Gesang wilder Rock-Songs ihren Eltern nochmal zeigen wollen!
Entstanden ist diese Band aus einer Dokumentation der BBC über alte Menschen, die in der Gesellschaft ausgegrenzt werden und ihre letzten Tage in Pflegeheimem fristen. Um zu beweisen, dass auch alte Leute "es noch drauf haben", wurde ein Casting durchgeführt - sozusagen ein "Großbritannien sucht den Super-Rentner". In den berühmten Abbey Road Studios in London wurde dann ein Titel von "The Who" gecovert.
Schaut es Euch an - ist es nicht wunderbar, mit welchem Elan und Spaß diese Menschen über die Bühne "hüpfen"?!