Freitag, 26. Oktober 2007

Pause!

(geklaut bei der Klabusterbeere)

Der Weihnachtsmann ist noch im Urlaub und ich mache es ihm jetzt mal gleich. Allerdings im (meist) angezogenen Zustand!

Die Sürther Aue


Heute morgen habe ich erfahren, dass es angeblich erst 7.000 Unterschriften gegen den Ausbau des Godorfer Hafens gibt. Und das trotz groß angelegter Kampagne, Presseberichten und Unterschriften in nahezu jedem Sürther Geschäft. Wie kann das sein??
Ist es denn tatsächlich jedem, der nicht in unmittelbarer Nähe der Sürther Aue wohnt bzw. diese nicht regelmäßig für Spaziergänge nutzt, absolut egal, was aus dieser Landschaft wird?

Die Rheinaue dient als Natur- und Erholungsraum. In den sechziger Jahren sozusagen als "Abfallprodukt des Godorfer Hafens" wurde dieses Stück Land nicht "gebraucht" und so wurde das Areal von Menschenhand zum Naturschutzgebiet aufgebaut und hat sich zu einem spezifischem Ökosystem entwickelt, in dem über 270 verschiedene Pflanzen wachsen und u.a. sehr seltene Vogelarten brüten. Anders als andere Naturschutzgebiete im Kölner Raum darf die Sürther Aue auf einigen gekennzeichneten Wegen betreten werden - kann also mit den eigenen Sinnen erfahren werden.



Und das sollen wir aufgeben für eine Hafenerweiterung, die nachweislich unwirtschaftlich ist? Es gibt ein Gutachten, dass besagt, dass es finanziell günstigere Alternativen gibt, ohne die Sürther Aue zu zerstören. Bereits in den 80er und Mitte der 90er Jahre wurde die Wirtschaftlichkeit des erweiterten Hafenbeckens angezweifelt - und genau so lange protestieren die Kölner auch schon gegen diese Naturzerstörung.

Es werden momentan Millionen von Euro für den Bau der Hochwassermauer ausgegeben - hier zerstört man einen natürlichen Retentionsraum, der keinen Cent kostet. Der Hafenausbau wird ca. 60 Millionen Euro kosten, die wir als Steuerzahler mitzutragen haben - es fielen mir spontan zig Bereiche ein, in denen das Geld besser angelegt wäre.

Und schlussendlich würde diese Baumaßnahme und die damit verbundene Zerstörung der Sürther Aue gegen das Naturschutzgesetz des Landes NRW verstoßen, dass besagt, dass ein ausgewiesenes Naturschutzgebiet nicht zerstört werden darf.

Die Betreiberfirma HGK (Häfen- und Güterverkehr Köln) betreibt gegen die Proteste eine schon unseriös zu nennende Öffentlichkeitsarbeit, indem sie u.a. auf Hochglanzpapier gedruckte Flugblätter mit diletantischen Falschinformationen verteilt.
Gilt denn die Natur und der geschützte Lebensraum tatsächlich nichts mehr???

Ich kann nur alle Bürger Kölns dazu aufrufen, sich an den Protesten gegen den Hafenausbau zu beteiligen. Bitte, unterschreibt die ausliegenden Listen. Informiert Euch in der Presse und auf den diversen Internetseiten (u.a. http://www.suerther-aue-retten.de/ und http://www.buergerbegehren-hafen.de/). Sprecht Nachbarn, Freunde, Arbeitskollegen etc. auf das Thema an - haben sie schon unterschrieben?

Der Ausbau des Hafens kann nur durch den massiven Protest der Kölner Bürger unterbunden werden. Und dafür müssen wir alle etwas tun!!!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Mami, Mami, er hat gar nicht gebohrt!

Es kommt bei meinen komischen Zähnen selten vor, dass die alljährliche Zahnarzt-Kontrolle keine Löcher zum Vorschein bringt.
Manchmal habe ich das Gefühl, ich habe eher weiche Ytong-Steine im Mund - irgendwas ist immer. Diesmal aber nicht! Hurra!!!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

Erwischt!

Es hat 10 Monate gedauert, bis jetzt bin ich immer drum herum gekommen. Kam die Rede auf diese Herrschaften, konnte ich nie mitreden, weil ich nie einem solchen Exemplar begegnet war - für mich waren sie wie unsichtbare Phänomene, denen man besser nicht über den Weg läuft.

Nu isses zu spät - heute mittag hatte ich mein Debüt: ich bin mit unangeleinter Frau Schmitt im Stadtgarten einem "Hund-an-der-Leine-Kontrolleur" begegnet. Mir war schon auf einige Meter Entfernung klar, dass der Herr zu dieser Spezies gehört, seine Jacke sah ziemlich offiziell aus. Mir war es aber zu blöd, panikartig meinen Hund zu rufen und anzuleinen, bevor die Wege des Kontrolleurs sich mit meinen kreuzten. Was hätte das auch gebracht? "Ätschibätsch, du kannst mir gar nicht mehr böse sein, weil mein Hund jetzt an der Leine ist, bevor du mich angesprochen hast!"? Nee, nee, ein bisschen Souveränität gehört schon dazu im Hundealltag!
Und ein gefülltes Portemonnaie...

10 Euro kostete mich der "Spaß" und je mehr ich darüber nachdenke, desto wütender macht mich die Sache!!! Mit welcher Berechtigung wird Hunden verboten, frei durch die Gegend zu laufen? Insbesondere dann, wenn ich mir als Hundehalter extra Wege aussuche, die nicht stark frequentiert sind? An schönen Sonnentagen ist es für mich (un)geschriebenes Gesetz, dass mein Hund nicht quer über die Wiese fegen darf, um sich mit spielenden Kindern oder picknickenden Großstädtern zu vergnügen. Sollte es einmal vorkommen, dass Frau Schmitt nicht mehr einhalten kann und ihr Geschäft auf öffentlichen Wegen und Wiesen verrichtet, ist es für mich selbstverständlich, diese Hinterlassenschaft zu beseitigen. Auch lasse ich meinen Hund nicht auf Jogger zulaufen und kommt ein Radfahrer, muss sie sich an den Wegesrand setzen und ihn vorbei lassen. Ich achte sehr darauf, Rücksicht auf meine Mitmenschen zu nehmen - warum also bitteschön werde ich dafür bestraft, dass ich dem Hund seine restliche Natur lasse? In der es keine Hundeleinen gibt!
Warum darf sich eine Stadt / Gemeinde anmaßen, einem Lebewesen die freie Bewegung zu verbieten? Und warum gilt dies nicht für alle Lebewesen, die als Haustiere gehalten werden? Warum darf jede Katze ihren Freigang ohne Aufsichtsperson genießen und ungehindert überall hinpinkeln und - sch..., und mein Hund darf das nicht? Warum zahle ich als Hundehalter Steuern und Katzenhalter werden von diesem Gesetz nicht berührt?

Klar, der liebe Herr Kontrolleur (ich muss zu seiner Verteidigung sagen, dass er wirklich sehr freundlich war und Frau Schmitt sogar gestreichelt hat) hat mich auf die sog. "Hundefreilaufflächen" hingewiesen - dumm nur, dass die in meiner Mittagspause gar nicht zu erreichen sind...
Richtig ist das alles nicht!!!!

Dienstag, 23. Oktober 2007

Hier fährt der Koch selber

Als Daggi und ich am Sonntag abend spontan ins Sürther Chinarestaurant reinhüpften, um unser Abendbrot zum mitnehmen zu bestellen, überraschte uns die chinesische Bedienung mit der Aussage, dass wir ca. 45 Minuten auf unser Essen warten müssten.
Überraschend war das deshalb, weil der Laden gähnend leer war - weit und breit kein Gast zu sehen!
Auf unseren Protest und die Nachfrage, warum wir denn so lange warten müssten, erklärte uns die junge Frau "Der Fahrer ist ausgefallen. Der Koch liefert heute selber aus!"
Das überraschte uns noch ein klein wenig mehr!!!! ;-)

Im kalten Rhein...

... fand Theresia gestern morgen auf ihrem Hundespaziergang den Körper einer Frau, den sie mit Hilfe eines vorbeikommenden Joggers ans Ufer zog. Die Frau reagierte nicht mehr, atmete zum Glück aber noch. Der erste Gedanke der Helfer war, dass es sich vielleicht um einen Selbstmordversuch handelte, erst als sie die Frau vollständig aus dem Fluss gezogen hatten, fiel ihnen auf, dass sie weder Schuhe, noch Hose oder Unterhose trug. Nur der Oberkörper war bekleidet. Nun ermittelt die Polizei.
Und wir müssen uns evtl. mit dem Gedanken abfinden, dass in unserem beschaulichen Örtchen ein Sexualverbrechen stattgefunden hat...

Ich schreibe dies nicht aus Sensationslust, sondern als kleine Vorsichtsmaßnahme.
Mädels, gerade jetzt, wo die dunkle Jahreszeit wieder beginnt, passt bitte unterwegs auf Euch auf und bringt Euch nicht unnötig in Gefahr, indem Ihr denkt "Ach, wird schon nichts passieren." Okay??!!

Montag, 22. Oktober 2007

Ja, ja...

Dieser Tage mal wieder durchs TV-Programm gezappt und bei einem Bericht über das Leben von Millionären hängengeblieben. Zu sehen war u.a. eine reiche Ehefrau, nicht ganz so botox-geschädigt, wie in diesen Kreisen üblich, aber mit den traditionellen Schmuckstücken behangen und knackigem Busen aufgepolstert, zu dem sie das gern genommene blonde Haar trug. Nach einigen kleinen Angeber-Sätzchen, die aber meist gleich wieder relativert wurden ("Ja, unsere Yacht, die hat schon was gekostet - 35 Zimmer, Pool, Liegeplatz in St. Tropez... aber eigentlich ist ja mein Mann mehr der Yacht-Freak. Ich fahre nur ihm zuliebe mit!") wußte ich immer noch nicht so recht, ob ich sie doof oder doch noch recht annehmbar finden sollte.
Bis dann die Dame in sich ging und in feierlichem Ton sagte: "Ich bin ein sehr gläubiger Mensch. Ich bete häufig - ich habe ja auch allen Grund dazu, Gott jeden Tag zu danken für mein Leben!"
Wow, dachte ich, sieh mal einer an. Frau Neureich hat doch noch ein bisserl Bodenhaftung behalten, Hut ab!
Die nächste Aussage ließ mich dann allerdings schallend auflachen:
"Ich bin ja ein sehr toleranter Mensch. Ob jetzt jemand an Gott glaubt oder an Allah, das ist mir egal. Es gibt Moslems, Katholiken, Evangelen und dann ja auch noch Israelis. Mir ist alles recht!"
Jawoll, mir auch! :-)

Schweinenasen

Im Stadtgarten stolpere ich ständig über Schweinenasen.
Jedenfalls sehen sie so aus. Irgendwie lustig. Irgendwie auch makaber.

Ich bin leider doch nicht so sehr der Natur-Freak, dass ich weiß, was das ist.




Für mich sehen sie halt aus wie Schweinenasen!

Es könnte auch ein Elch sein....


... oder ein kleiner, frecher Junge.

Vielleicht kann mich ja mal jemand aufklären????

Das Leben ist (k)ein Ponyhof

Der vergangene Samstag fing schon toll an: beim morgendlichen Spaziergang strahlte die aufgehende Sonne, das Wasser im Rhein dampfte - im Zusammenspiel sah dies durch das Gegenlicht aus wie eine riesige Schneelandschaft. Herbsttage können einfach wunderschön sein!
Leider hatte ich - wie immer, wenn es drauf ankommt - keine Kamera dabei und als ich das gestern nachholen wollte, herrschte draußen eine graue Suppe... Mist!!
Mittags sind Frau Schmitt und ich zu Ute, Frank und Sven auf den Ponyhof gefahren - es gab Nachwuchs zu bestaunen. In der letzten Woche wurden in Polen vier neue Pferde gekauft, die musste ich mir natürlich ansehen.

Ute und Heidi mit Inka und (noch) Carmen.
(Für die wird noch ein schönerer Name gesucht - wer eine Idee mit "C" als Anfangsbuchstaben hat, darf sich melden!)

Der Pferdeflüsterer


Hier Franks ganzer Stolz: "Thor"
(der Gewitter- und Wettergott, wie ich nun gelernt habe)

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Rabeneltern!

Im Stadtgarten.
Auf dem Weg kommt mir eine junge Familie entgegen: Vater (?), Mutter und zwei Kinder. Kind eins ist noch ein Baby und wird von Mama im Kinderwagen geschoben. Ein paar Meter dahinter Kind 2 (ca. 4 Jahre alt) auf einem Fahrrädchen, hintendran hängt Papa und versucht offensichtlich, Kind 2 das Radfahren ohne Stützräder beizubringen. Dass das Kind unsicher ist und Angst hat, ist nicht zu übersehen - das Gesicht ist schon recht tränenverschmiert und die Mimik sagt alles. Papa ermuntert die Kleine immer wieder, ein Stückchen zu fahren, er hält das Rad am Gepäckträger fest. Das Mädchen fährt so unsicher und holperig, dass er kaum dazu kommt, die Hand mal loszulassen.
Ich gehe an dieser Familie vorbei und denke noch so bei mir "Na ja, so haben wir alle mal angefangen!"
Auf dem Rückweg treffe ich wieder auf diese Familie, diesmal an einem Weg, der über ca. 5 Meter hinweg eine beträchtliche Senkung hat und unten eine große Kurve macht. Mutter steht mit dem Kinderwagen unten an diesem Weg. Vater mit Kind 2 und dem Rad oben. Während das Mädchen ganz offensichtlich keinen Bock mehr hat, redet er mit Engelszungen auf es ein, mit dem Fahrrad den Berg herunter zur Mutter zu fahren. "Sieh mal, es kann doch gar nichts passieren. Die Mama wartet doch unten auf dich!"
Die Kleine fängt an zu weinen, will absolut nicht, Papa redet und redet und redet.
Irgendwann hat er es tatsächlich geschafft: das Mädel gibt sich und dem Fahrrad einen Ruck und rollt den Berg herunter. Kaum dass es merkt, dass Papa nicht hinten dran hängt, dreht es sich zum Vater um, reißt dabei das Lenkrad mit und landet laut schreiend auf dem Kiesweg...
Da fragt man sich doch ernsthaft, was manche Leute so im Hirn haben!
Und hofft sehr, dass das Kind noch auf eine vertrauensvollere Art das Radfahren lernt!!!

Überraschung!

Da es ein Geburtstagsgeschenk sein soll, kann ich hier natürlich nicht zuviel erzählen. Und schon gar kein Foto einstellen. Aber es ist so schön, dass ich am liebsten selbst eins hätte. Nur kann ich es gar nicht gebrauchen.
Na ja, müßig darüber zu reden, wenn eh keiner weiß, worum es geht..! ;-)

Dienstag, 16. Oktober 2007

Willkommen in der Nachbarschaft

Da hat RTL 2 sich wieder mal eine "tolle" Sendung einfallen lassen: in einem Sträßchen in einem Berliner Vorort gilt es ein Haus zu gewinnen. Fünf Familien bewerben sich darum, indem sie jeweils für eine Woche mit Sack und Pack dort einziehen. Die bereits dort wohnende Nachbarschaft entscheidet dann, welche Familie am besten gefallen hat und das Haus behalten darf. Also muss man sich als Bewerber möglichst gut stellen mit den "Ureinwohnern".
Die Idee klingt schon ziemlich hirnrissig - und siehe da: beim reinzappen stelle ich schnell fest, dass ich solche Nachbarn nicht geschenkt haben möchte!!!
Natürlich wäre es furchtbar langweilig und keine 2 Stunden Sendezeit wert, wenn die Alteingesessenen nicht schrecklich neugierig wären und die jeweilige Bewerberfamilie nicht bis zur Peinlichkeitsgrenze ausfragen und prüfen würden. Und natürlich hat dieses Sendungsformat nicht wirklich etwas mit "Reality" oder "Doku" zu tun - dass es ein (zumindes ungefähres) Drehbuch gibt, ist klar ersichtlich und so sicher wie das Amen in der Kirche.
Beim Anblick solcher Nachbarn, die vor lauter Spießigkeit schon nicht mehr sehen, was die tatsächlichen Werte im Leben sind, stellt sich bei mir jedoch ein leiser Würgereiz ein und die Frage, wer in solch einem Umfeld wohnen möchte??

Der Natur auf der Spur

Am Sonntag haben wir bei schönstem Oktoberwetter einen kleinen Ausflug nach Bornheim gemacht, einfach zum spazierengehen, neue Wege entdecken und ein bisserl Natur genießen.
Und dabei habe ich entdeckt, wo all die schönen Herbstblumen in den Blumenläden herkommen.



Auch Schmittchen Schleicher fand es mal ganz nett, in neuen Gefilden zu streunern!


Montag, 15. Oktober 2007

Unspektakulär!

Mein Interview mit dem Deutschlandfunk hatte nun so gar nichts glamouröses an sich! Und das war gut so! Erkenntnis des Tages: ich bin nicht zum Star-Sein geboren! Weder kann ich furchbar enthusiastisch ins Mikro rufen "Ja, ich bin wirklich rundum glücklich mit meinem neuen Hundesitter!!", noch fallen mir spontan kluge und intellektuell klingende Antworten ein, wenn man mir mit so einem schwarzen Ding vor der Nase rumfummelt.
Ich habe beschlossen, mir die Sendung, die heute ausgestrahlt wird, gar nicht erst anzuhören. Dann ist es nicht so peinlich... ;-)

Freitag, 12. Oktober 2007

Donnerstag, 11. Oktober 2007

Gut, Special, Duke Special!

Wow - wieder mal ein Tag, an dem ich weiß, warum ich meinen Radiosender liebe!Vor zwei Tagen hörte ich auf der Heimfahrt auf SWR3 ein wahnsinnig schönes Lied. Sanfte Männerstimme, perfekte Pianoklänge, ein paar Streicher, ein bisserl altmodisch, ein wenig klassisch - und dabei kein bisschen langweilig!

Bei iTunes wurde ich dann wieder mal fündig - und schon gehört mir ein wunderbares Album, voll mit Liedern, die wirklich Spaß machen. Der Silberling wird in der nächsten Zeit sicherlich häufiger in meinem CD-Player liegen!

Duke Special, "Songs from the deep forest"



Kleiner Tip: das eigentliche Album beinhaltet 12 Songs. Bei iTunes gibt es eine Special-Edition, auf der neben den Studio-Versionen noch jede Menge Live-Mitschnitte vorhanden sind. Insgesamt 24 Stücke für 9,90 Euro!

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Kann / Soll / Darf / Muss...

... man Mitleid mit Eva Hermann haben, die in der gestrigen Talkrunde von Johannes B. Kerner vom Meister himself freundlich aber bestimmt gebeten wurde, die illustre Runde zu verlassen?

Nö, ich denke nicht.
Wer solch unqualifizierte Aussagen freiwillig und immer wieder in der Öffentlichkeit macht und die Frechheit besitzt, die nationalsozialistische Familienideologie zu beschönigen (sie sogar noch mit dem damaligen Autobahnbau, von dem wir heute noch einen Vorteil haben, vergleicht), dem kann wohl wirklich nicht mehr geholfen werden.
Kurz war ich mit Margarete Schreinemakers einer Meinung, dass Blondchen Eva sich vielleicht einfach nur blöde ausgedrückt hat und es gar nicht so meint, wie sie es sagt.
Aber mit jedem Satz wurde Frau Schreinemakers und mir klarer, dass Frau Hermann es ganz genau so meint!

Geh einfach wieder auf den Katholiken-Kongress, liebe Eva Hermann. Lass Dich dort bejubeln für Deine Kinder-Küche-Kirche-Parolen und wundert Euch gemeinsam, warum Du von aller Welt angegriffen wirst und die katholische Kirche immer unglaubwürdiger wird! Nur eins mach nicht mehr: Schreibe nie wieder ein Buch über die Rolle der Frau in der Gesellschaft. Zwei solche Dinger reichen!

Dienstag, 9. Oktober 2007

Nachdenkliches

Seit einiger Zeit bin ich regelmäßiger Leser des Bestatter-Weblogs, eine wirklich lesenswerte Seite mit interessanten, nachdenklichen, mal lustigen, mal traurigen Berichten aus dem Arbeitsleben eines Bestatters. Bei schon mancher Geschichte standen mir die Tränen in den Augen, weil sie mich so anrührte.
Und nun hat der "Undertaker" von einer Begebenheit erzählt, die meinen Schreibtisch in eine wahre Hochwasserlandschaft verwandelte.

Die Einträge findet Ihr hier:

"Eine riesengroße Scheiße" und

"Es ist kalt"

Schaumparty

Die Überschrift klingt spaßig, das Thema ist es eigentlich gar nicht so sehr. Aber vielleicht hilft es, das ganze mit ein bisserl Humor zu nehmen.

Seit 7 Wochen kämpfe ich bei meiner Fellnase mit einem Milbenbefall. Plötzlich gingen ihr auf der Stirn die Haare aus, anfangs recht harmlos bis das "Loch" gut 2 Euro-Stück groß war. Der Tierarzt diagnostizierte Haarbalgmilben (Demodex), eine besonders gemeine, hartnäckige Milbenart, die nur dann überhaupt eine Chance hat, Blödsinn auf dem Hund anzustelle, wenn dieser eine Immunschwäche oder Stress hat.



Also fingen wir an, an Schmitti rumzudoktern. Ein Spot on-Präparat (Advocate) wurde ihr in den Nacken und auf die Schwanzwurzel geträufelt - ein wahres Teufelszeug. Chemie pur und auf bestimmte Hunderassen und Welpen kann es sogar tödlich wirken. Obwohl wir die entsprechenden Rassen bei ihr ausschließen konnten, habe ich am ersten Tag ganz schön gezittert - immer in der Angst, der Hund könne das Präparat nicht vertragen. Es hat gut gegangen - zum Glück!

Zudem bekam sie homöopatische Mittel zur Stärkung des Immunsystems. Der Arzt riet mir vor allem eins: Geduld, Geduld, Geduld!

Unterdessen kratzte Frau Schmitt sich ständig die befallene Stelle am Kopf auf - es muss gejuckt haben wie verrückt. Ein Trichter kam für mich nicht in Frage - wenn mein Hund bis dahin noch keinen Stress hatte, bekäme er den spätestens mit dieser Tröte um den Kopf.
So bekam sie dann noch Socken an die Füße, damit die Krallen beim Kratzen keine allzu großen Schäden mehr anstellen konnten.

Nach ca. vier Wochen hatte ich erstmals das Gefühl, dass "wir" auf dem Weg der Besserung sind. Die ersten Haare wuchsen nach - und dann begann fast gleichzeitig ein Haarausfall unter dem linken Auge... und warf mich in meiner Hoffnung wieder um einiges zurück.

Auf unseren Spaziergängen, in der Hundeschule, in Hundeforen - überall trafen wir Menschen, deren Hunde ebenfalls bereits Bekanntschaft mit der Demodex-Milbe gemacht hatten und die mir wahre Horrorstories über die Behandlung erzählten. Immer wieder tauchte der Name eines Medikaments auf: Ectodex - eine Lösung, mit der die Hunde von Kopf bis Fuß eingeschäumt werden müssen. Das schlimme an diesem Zeug ist, dass es wohl recht hautreizend ist und man es nur mit Handschuhen verwenden soll, dass es stinkt wie hochprozentiges Terpentin und der Hund nach dem Baden weder ausgewaschen noch abgetrocknet werden darf. Eigentlich ist es also am besten im Garten anzuwenden und das möglichst im Sommer, weil man sich (bzw. dem Hund) sonst noch eine Höllen-Erkältung einfährt.
Ich habe keinen Garten und es geht auf den Winter zu... Also war ich ganz froh, dass wir bisher ohne dieses Zeug auskamen.

Heute waren wir wieder beim Arzt und obwohl der mir bestätigte, dass Schmitti auf dem Wege der Besserung ist, verschrieb er mir ein neues Medikament: Ectodex...
Ein kleiner Trost ist, dass ich den Hund nicht komplett damit baden soll, sondern nur die befallenen Stellen damit abtupfen soll. Wir werden also nur eine kleine Schaumparty machen - vielleicht sogar ohne Schaum.

Ich hoffe nur sehr, dass es hilft!!! Vielleicht können tierlose Leute dies gar nicht so nachvollziehen, aber mir geht es richtig schlecht mit dem Gedanken, dass mein Hund so eine tückische Sache mit sich rumträgt. Drückt mir also die Daumen, dass es bald überstanden ist!!!

(Bildquelle: Wikipedia)

So sehen diese Viecher unter dem Mikroskop aus. Ich kann mit ein klein wenig Stolz behaupten, dass die Milbe, die wir auf Frau Schmitt gefunden haben, natürlich weitaus schöner war und der Arzt ganz begeistert von diesem Prachtexemplar! ;-)

Montag, 8. Oktober 2007

Marco bleibt weiter in Haft

Es ist eine Farce, was da in der Türkei geschieht.
Ein junger Mann lernt während seines Osterurlaubs ein frühreifes englisches Mädel kennen, geht mit der zum knutschen und fummeln auf ihr Hotelzimmer, die beiden werden von der englischen Mutter erwischt und damit das Mädel schön unschuldig dasteht, erfindet es kurzerhand die Geschichte einer Vergewaltigung. Mit dem Effekt, dass ihr Knutsch- und Kuschelpartner von den Eltern des Mädchens angezeigt und inhaftiert wird und seit Monaten im türkischen Gefängnis sitzt.
Die kleine Lolita hat keine Ahnung, wie sie aus der Nummer wieder rauskommen soll und beharrt auf ihrer Aussage - die sie zwischenzeitlich (wahrscheinlich in einem klaren Moment) mal kurz widerrufen hatte.
So jedenfalls stellt sich für mich die Geschichte dar.

Ich kann nicht verstehen, was mit diesem Jungen gemacht wird. Warum hält man ihn seit 180 Tagen in Untersuchungshaft fest, obwohl das Gutachten des Arztes eindeutig sagt, dass es nicht zum Sex zwischen den beiden kam?
Was sind das für Eltern, die ihre 13-jährige Tochter aufgetakelt wie eine Große losziehen lassen und sich offensichtlich gar nicht vorstellen können, dass diese a) Lust auf (erste??) sexuelle Erfahrungen hat und b) nun evtl. aus Angst vor den Eltern lügt. Stattdessen zerstören sie lieber das Leben eines möglicherweise unschuldigen jungen Mannes.
Dass die türkische Justiz einer Anzeige nachgehen muss, ist selbstverständlich. Schließlich ist der Vorwurf sexuellen Missbrauchs keine Kleinigkeit. Warum aber wird in diesem doch recht offensichtlichen Fall ein 17-jähriger wie ein Schwerverbrecher behandelt? Wie kann es in der heutigen, schnell lebigen Zeit sein, dass die Aussage des Mädchens, die sie in Großbritannien gemacht, Wochen braucht, um in der Türkei anzukommen?

Man darf wohl gespannt sein, wie die Geschichte weitergeht...

Vorort von Hollywood!

Frau Schmitt und ich werden berühmt!
Soeben habe ich eine Anfrage von einer Journalistin bekommen, die für den Deutschlandfunk ein Interview mit uns führen möchte. Sie macht einen Bericht über Wishdom - ein Online-Portal, über das ich Schmittis Hundesitter kennen gelernt habe.
Ich muss dem haarenden Monster nun schnellstmöglich beibringen, sich nicht immer so in den Vordergrund zu spielen - schließlich will ich auch was sagen!!!

Donnerstag, 4. Oktober 2007

I wanna wake up....

Endlich ist es vollbracht: wir haben unsere New York-Reise gebucht - im Februar geht es los!
Vier Mädels im Big Apple - eigentlich kann das doch nur super schön und witzig werden, oder?!!!


Montag, 1. Oktober 2007

Wir sind Weltmeisterin!

Ich muss über ein Ding nachdenken:
Wie kommt es, dass im letzten Jahr die halbe Welt Kopf stand und unser ganzes Land (including me) euphorisch die Fußball-Weltmeisterschaft feierte, man sich jubelnd auch noch mit dem dritten Platz zufrieden gab - und ich von der diesjährigen Frauen-WM kaum etwas mitbekommen habe???
Ich gebe zu, Fußball gehört nicht zu meinen Leidenschaften. Ich gehöre zu den Tussen, die sich ausschließlich WM- und EM-Spiele ansehen und das auch nur, um nette Kerle und stramme Waden zu sehen. Hach, allein bei dem Gedanken an Christoph Metzelder könnte ich auf der Stelle wieder dahinschmelzen..!
Sicherlich gibt es bei der Damen-Mannschaft auch stramme Waden - aber die interessieren mich nicht die Bohne.
Und so werden die deutschen Mädels gestern von mir fast unbemerkt Weltmeister und mein emanzipatorisches Gen lehnt sich auf: Wo sind die bunten Landesfähnchen von 2006 hingekommen? Warum saßen in der Kneipe gegenüber keine jubelnden Fußball-Fans und feuerten die Frauen an? Wo waren die Auto-Korsos nach jedem Vorrunden-Sieg und erst recht gestern???
Irgendwie ist es ungerecht - und ich stecke auch noch mitten unter den Ignoranten!

Haaatschi.....!

Ich begrüße alle zum diesjährigen Start in die erneute Tempo-Saison.
Mit einem Verbrauch von heute ca. 3 Päckchen fange ich ja gar nicht schlecht an, was?! Mal sehen, ob es zum Gesamtsieg reicht!

Schnief! Seit Freitag kratzt der Hals. Samstag kamen permanente, wenn auch leichte Kopfschmerzen hinzu und gestern extreme Müdigkeit. Trotz wunderbarsten Sonnenscheins habe ich (abgesehen von den üblichen Hunde-Spaziergängen) den Sonntag auf dem Sofa verbracht. Eigentlich nicht das schlechteste - vor allem, wenn man eine tolle DVD mit 137 Minuten Filmlänge einschmeißen kann.
Dumm nur, wenn man ständig aufwacht und merkt, dass man den Film wieder zurückspulen muss, weil man eine halbe Stunde verpasst hat!

Seit der vergangenen Nacht ist die Erkältung nun komplett, alle Teilbereiche (Hals, Nase, Kopf und Glieder) haben sich perfekt aufeinander eingestimmt und geben alles, um es mir so richtig schlecht gehen zu lassen. Danke. Danke. Danke.
So leide ich also vor mich hin, um mich herum ein Berg Taschentücher. Das kann ich gut. Fast so gut wie ein Mann!