Donnerstag, 27. September 2007

Den Tag heute...

... können Sie in die Tonne kloppen.
Am besten in die Regentonne.

Mittwoch, 26. September 2007

54 - 74 - 90 - 2006...

"Kannst Du mal die Bilder von meiner Kamera runterladen?" fragt mich der beste Chef von allen vor wenigen Tagen. "Ich habe keine Ahnung, wie das geht und habe da die gesammelten Werke von einem Jahr drauf!".

Herausgekommen ist dabei etwas fast schon nostalgisches:





Welcome

... in unseren neuen Büroräumen.
Im Januar werden wir umziehen.
Gar nicht weit weg vom jetzigen Büro. Dafür aber schöner, heller und mit Balkon.

Da dies der 6. Umzug in 8 Jahren sein wird, bin ich gespannt, wie lange wir dort bleiben werden!

Curiosity killed the cat...

Schon als Kind war ich so neugierig, dass die Tage und Wochen vor Weihnachen für mich eine regelrechte Qual waren. Spätestens Mitte Dezember fing ich - wenn meine Eltern nicht da waren - an, die Wohnung nach versteckten Geschenken zu durchsuchen und nicht selten bin ich auch fündig geworden. Meine Mutter war nie ein besonders guter Verstecker, aber diese Gabe hätte ihr auch nichts genützt - meine Neugier war stärker.
Meine Mutter gewöhnte sich also irgendwann an, die Geschenke gleich einzupacken und erst dann zu verstecken, damit ich den Inhalt der Päckchen nicht sehen konnte. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das auch nichts gebracht hat - mit einem feinen Messer schnitt ich die Tesa-Streifen durch und linste so in die Pakete. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass meine Ma auch das mitbekam, weil ich die Päckchen doch recht stümperhaft wieder zuklebte.
Kaum dass ich den Inhalt der Geschenke erspäht hatte, war ich aber auch gleich wieder enttäuscht. Nicht von den Geschenken, sondern mit mir selber... Wie langweilig, schon vor dem Auspacken unterm Weihnachtsbaum zu wissen, was man da gleich auspacken wird...
Trotzdem konnte ich es oft nicht lassen - Engelchen und Teufelchen lieferten sich eine heiße Schlacht auf meinen Schultern und oft genug gewann das Ding mit den roten Hörnern auf dem Kopf...

Heute fühle ich mich ähnlich. Es ist zwar erst Ende September und Weihnachten noch recht weit entfernt (obwohl... in 3 Monaten ist alles schon wieder vorbei!), aber das momentane Gefühl ist ein ähnliches wie vor 25 Jahren.
Ich konnte es einfach nicht lassen...
Nachdem ich bei Youtube entdeckt habe, dass die komplette letzte Folge der 3. Staffel von "Desperate Housewives" online ist (und das, obwohl sie erst in 8 Wochen ausgestrahlt wird) hat meine Neugier mir keine Ruhe gelassen. Seit gestern nachmittag stritten Engelchen und Teufelchen sich wieder - ich genervt dazwischen - und eben war es soweit: ich habe auf "Play" geklickt..!
Und jetzt??? Bin ich hin- und hergerissen. Große Enttäuschung, weil ich es mir nun eigentlich schenken kann, die restlichen Folgen dieser Staffel zu schauen. Befriedigte Neugier, weil ich nun weiß, dass wenigstens eine Sache ein schönes, romantisches Ende nimmt.
Und auch ein bisserl Entsetzen, weil ich mit diesem Ende (Oh mein Gott..!!!!) nicht gerechnet habe...

Ist Neugier heilbar?

Montag, 24. September 2007

Everything changes... (but you)

Beim Spaziergang mit W. kramen wir Geschichten aus der "guten alten Zeit" hervor. "Weißt du noch...?" oder "Erinnerst du dich an...?" sind oft wiederholte Worte, während wir bei blauestem Himmel durch den Grüngürtel streifen und die Hunde vor uns her rasen.

"Eine schöne Zeit war das damals!" schließt W. das Thema. "Schade, dass sich alles so geändert hat!"

Soll ich ihr zustimmen?

Ich erwische mich in letzter Zeit häufiger, dass ich in der Erinnerungs-Kiste krame - wobei dieser gelegentlich auch ein Quentchen Melancholie entweicht. Es gibt Momente, da möchte ich die Uhr zurückdrehen und manche Situationen nochmal erleben - einfach, weil sie so schön waren. Möchte gerne nochmal dieses "jung-frei-undwasgehtmichdiezukunftan"-Gefühl spüren und einfach so in den Tag hinein leben. Ohne den Gedanken an die Stromrechnung, dafür mit Blick auf den Lago Maggiore und Sonnencremeduft in der Nase.

Werde manchmal fast ein bisserl neidisch, wenn die Kinder meiner Freundinnen von Party zu Party hetzen und es vollkommen normal finden, dass diese vor 23.30 Uhr gar nicht erst anfangen. Konnten wir damit nicht schon bei unseren Eltern ein verstörtes Kopfschütteln provozieren?

Und doch... es ist gut so, wie es nun ist: die Sturm- und Drangzeit vorüber. Irgendwie angekommen im Leben, aber wissend, dass eben jenes noch so viele Überraschungen bereit hält. Kleine Weisheiten, die sich aus den gemachten Erfahrungen formen, und die ich nun mit einem teuflischen Grinsen an die nächste Generation weitergebe (sehr wohl ahnend, dass sie in deren Gehörgang verpuffen).

Ja, manches aus dem Leben würde ich gerne wiederholen- nur nochmal kurz reinschnuppern in Annettes Partykeller, ein Bierchen im "Linus" trinken, Saschas ersten Kuß nochmal spüren, eine Nacht in der ersten eigenen Wohnung schlafen, mit Inge auf der Terrasse in Zypern sitzen...

Aber es lässt sich nichts wiederholen - und das ist gut so! Immer schön geradeaus! Und ab und an das Abbiegen nicht vergessen! ;-)


Freitag, 21. September 2007

Logische Konsequenz?

Wenn jemand, der sich in seinem Leben noch nicht oft die Hände dreckig gemacht hat und lieber andere für sich hat arbeiten lassen, jemand der sich das aber finanziell absolut überhaupt nicht leisten kann und Verantwortung für das Wohl zweier Kinder trägt, jemand der eine Riesenklappe hat und sich selber am liebsten zuhört, aber alles zerstört, was er im Leben anfängt - wenn dieser jemand in eine Straße zieht, die auf den hübchen Namen "LETZTER HELLER" getauft wurde... denkt dieser jemand dann darüber nach, dass der liebe Gott / das Schicksal / irgendwer endlich die passende Adresse für ihn gefunden hat - oder schwebt er wieder mal in solchen Sphären, dass er der "hellste", der letzte wirklich hochintelligente Bewohner dieser Straße ist???

Montag, 17. September 2007

Pumperlglücklich

Manchmal bedarf es ja nur klitzekleiner Dinge, um ein Glücksgefühl in den Bauch zu zaubern.
Gestern morgen war es wieder da, dieses freudige Kribbeln im Bauch. Beim Morgenspaziergang mit Frau Schmitt strahlte die Sonne mit dem blauen Himmel um die Wette, das Wasser des Rheins glitzerte wie Alufolie und ein ganz leiser Wind wehte durch die Pappeln.
Hier und da ein früher Mensch mit seinem Hund unterwegs. Ein junger Papa lag mit seinem Baby auf einer Wiese am Fluss und las den Stadt-Anzeiger. "Frau Blondie" war mal wieder auf der Suche nach ihrem Zweithund, der den herrlichen Morgen für die Kaninchenjagd nutzte.
Beim Bäcker duftete es köstlich nach frischen Brötchen und auf dem Rückweg ließ Schmitti es sich nicht nehmen, jeden Angler einzeln zu begrüßen.
Das Frühstück, auf dem Balkon mit eingeschränktem Rhein-Blick eingenommen, war sozusagen das Sahnehäubchen dieses Morgens.
Kann nicht jeder Tag so anfangen??!